Mittwoch, den 4. Dezember 2002

Neuer Schachlehrgang beginnt

 

In der Vereinsmeisterschaft dominiert Erfahrung über Jugend

 

Tauberbischofsheim. Der Schachclub Tauberbischofsheim beginnt am Freitag, den 06.12.02 für alle begeistertern jugendlichen und erwachsenen Hobbyschachspieler, oder solche die es werden wollen, einen Einsteiger-Schachkurs. Dieser beginnt um 18.00 Uhr (bis etwa Uhr 19.15) im Vereinsheim in der Gartenstraße 2 (gegenüber Landratsamt, Eingang links neben Bäckerei Weber, oberstes Stockwerk) unter Leitung von Markus Leimbach, der  in seiner Arbeit als Jugendwart schon des öfteren die Gründzüge des Schachspiels vermittelte. Leimbach ist außerdem verantwortlich für die Gestaltung und Aktualisierung der Internetseiten des Schachclubs. Alle am „königlichen Spiel“ Interessierten können sich via Mail unter sctauber@web.de schon mal für den Schachlehrgang anmelden oder eine eventuelle Frage an den Lehrgangsleiter richten.  Wer sich ein Bild über den hiesigen Schachclub machen möchte, darf gerne unter http://sctauber.ist-hier.de auf der neuen informativen Homepage vorbeischauen, die kürzlich noch weiter verfeinert wurde.

An den beiden letzten Spielabenden der Schachvereinsmeisterschaft wurde eine Nachholrunde angesetzt. Im Duell der amtierenden Titelträger beherrschte Stadtmeister Gerhard Müllner gegen  Vereinsmeister Günter Brix sowohl eine offene Linie als auch eine lange Diagonale, letzterer  hatte Mühe seine Türme vernünftig zu postieren. Eine Fehlkombination Müllners verdarb aber weitgehendst die zuvor druckvoll aufgebaute Stellung. Glücklich den Kopf noch mal aus der Schlinge gezogen zu haben, offerierte Brix ein Remis, das Müllner akzeptierte.

Mit einem langschrittigen Läufer im Bauernendspiel verbuchte der vielfache Vereinsmeister Helmut Kaiser gegenüber seinem Gegner Horst Schweizer, der einen Springer im übrigbehielt, Vorteile. Diese konnte Kaiser im Spiel auf zwei Flügel in einen Sieg verwandeln.

Da Neuzugang Thomas Heinrich mit seinem Arbeitssieg über Johann Größlein nichts anbrennen ließ, hat die Tabelle nach 7 Runden folgendes Bild:  Mit  Heinrich, Brix und H. Kaiser  setzen sich drei der in Frage kommenden Favoriten an die Spitze. Aufgeschlossen auf Platz 4 hat Vizevereinsmeister Matthias Kienzler, der oftmalige Titelträger früherer Jahre Willi Peichl rangiert jetzt vor Horst Schweizer, der vom 3. Rang auf Platz 6 zurückfiel.  Trotz einiger hervorragenden Leistungen konnten die Jugendspieler in diesem Turnier bisher nicht in die Phalanx der erfahreneren Turnierspieler einbrechen.

 

Am morgigen Donnerstag um 19.30 Uhr startet planmäßig die Vereinsmeisterschaft mit folgenden Paarungen in die 8. Runde: Heinrich – Schatzeck, Peichl – H. Kaiser, Hollburg  - Kienzler, Brix – T. Paul und Größlein – Schweizer. Am Freitag, gleiche Uhrzeit,  begegnen sich  Graner - Lindner,  Leimbach – Müllner, T. Kaiser – Gottsmann und im Familienduell M. Paul – R. Paul.


Mittwoch, den 11. Dezember 2002

Schachvereinsmeisterschaft

 

 

Tauberbischofsheim. Kurz und schmerzlos ging die 8. Runde der Vereinsmeisterschaft zu Ende. Kurz durch die Anzahl  der Züge bedingt; schmerzlos deswegen, weil die errungenen Vorteile der stärkeren Partei plötzlich so gravierend waren, dass eine Gesundung der schwächeren Gegenseite völlig hoffnungslos erscheinen musste.

 

Horst Schweizer  durchlöcherte  schnell die  Festung  seines  Gegner  Johann Größlein  und  eroberte dessen  Schachdame. Kräftige Schläge fügte Thomas Heinrich der Stellung von Peter Schatzeck zu, der keine Arznei hatte, die offenen Wunden zu behandeln. Günter Brix gewann gegen den 15-jährigen Torsten Paul, der die Lebenserhaltung in dieser Partie frühzeitig mit einem Turm bezahlte. Die gleiche Schwerfigur stellte Matthias Kienzler gegen Ralph Hollburg ins Abseits. Hollburg gelang es nicht diese Figur zu fangen und er verlor sogar noch. Im Match zwischen Helmut Kaiser  und Willi Peichl kränkelte dieser an Bauernschwächen. Beugen musste sich Gottmann der gesünderen Position mit Bauernmehrheit von Jugendspieler Tobias Kaiser. Durch einen erfolgreichen Blitzangriff brauchte  Sohn Matthias Paul in seiner Begegnung mit Vater Rüdiger Paul nicht in die Verlängerung zu gehen. Eine Ausnahme bestätigte allerdings die Regel: Klaus Graner und Heribert Lindner trennten sich nach langem und wechselhaftem Kampf Unentschieden. 

 

Am morgigen Donnerstag um 19.30 Uhr sieht die Paarungsliste folgenden Begegnungen für die  9. Runde vor: R. Paul – Heinrich, T. Paul  – Größlein, Lindner – Hollburg und  Schatzeck – Peichl. Am Freitag, gleiche Uhrzeit,  treffen Gottsmann – M. Paul, Müllner – T. Kaiser, Schweizer – Leimbach, Kienzler – Brix und H. Kaiser – Graner aufeinander.


Traditionelles Weihnachtsturnier ging zu Ende

 

Helmut Kaiser ist Meister im Blitzschach

 

Vorjahressieger Günter Brix wird mit knappen Rückstand „Vize“

 

 

Tauberbischofsheim. Die Schachfreunde von Tauberbischofsheim ermittelten wie jedes Jahr vor Weihnachten ihren Meister im Blitzspiel. Das schon als traditionell zu bezeichnende Turnier ist eines von den drei Meisterschaften, die im hiesigen Verein intern ausgespielt und gewertet werden. Ein Dutzend  Starter trugen sich dieses Mal in die Wettkampfliste ein, darunter wollten sich auch zwei talentierte Jugendliche, zum einen der 12-jährige  Thomas Leimbach sowie der 14-jährige Sohn des späteren  Gewinners Tobias Kaiser, mit den Routiniers messen. 

 

Sieger in diesem doppelrundig ausgetragenen Turnier und damit Blitzmeister 2002 wurde Helmut Kaiser mit starken 18,5 von 22 möglichen Punkten. Er legte durch eine  souveränen Vorrunde den Grundstein für seinen Titelgewinn.

Auf den zweiten Platz kam „Remiskönig“ Günter Brix mit 18 Punkten, also nur einem halben Zähler Rückstand. Er verlor in diesem Turnier keine einzige Partie, besiegte sogar zwei Mal den neuen Blitzmeister, mußte aber durch die hohe Anzahl von unentschiedenen Partien seiner „friedlichen Gesinnung“ Tribut zollen.

 

Bei einem  Schach-Blitzturnier hat man in der „Schlußphase“ oft weniger als eine Sekunde Zeit um einen Zug auszuführen und die Schachuhr zu betätigen. Bei diesem für Außenstehende unglaublichen Balanceakt zwischen gutem und gleichzeitig schnellem Spiel, vergleichbar mit einem Tischtennismatch, kommt es auf das Quentchen Glück an, auch entscheidet oft die Tagesform. Titelaspirant Rolf Faulhaber war Fortuna an diesem Tag nicht hold, um ganz vorne mitzumischen. Er verspielte bei nominell schwächeren Gegner seine Chancen, am Ende sicherte er sich der Jura-Student aus Königheim den dritten Platz vor Alfred Gehrlein. Fünfter wurde Vereinsboss Gerhard Müllner vor  den restlichen 7 Teilnehmern, letztere allerdings schon mit negativem Punkteverhältnis.

 

Am Donnerstag, den 02. Januar des neuen Jahres, ist vom Turnierleiter eine Nachholrunde der Vereinsmeisterschaft angesetzt. Für  Freitag, 03. Jan. 03 ist um Uhr 19,30 ein  „Turniersimultan“ geplant.  In den Weihnachtsferien findet kein Jugendschach statt.