Tauberbischofsheim. Zu einem „Salonremis“
verkam das vorgezogene Endspiel zwischen Titelverteidiger Günter Brix und dem
neuzugegangenen Spitzenspieler Thomas Heinrich. Im Keim erstickt wurde jegliche Aktivität
auf beiden Seiten, wonach ein unausweichliches Unentschieden resultierte. Vor
der Schlussrunde ergibt die Tabelle folgendes Bild: Heinrich führt jetzt mit 40
Punkten weiterhin und mit voraussichtlich ausreichendem Abstand vor Brix mit 38
Punkten. Momentaner Dritter ist der Vize des letzten Vereinsturniers Matthias
Kienzler, der 35 Punkte aufweisen kann. Es folgt Blitzmeister Helmut Kaiser mit
34 Punkten, an seinen Fersen klebt Stammspieler Horst Schweizer mit 32 Punkten.
Vereinsvorsitzender Gerhard Müllner hält mit 29 Punkten den augenblicklichen 6.
Platz vor den 12 weiteren Teilnehmer, die nicht mehr um einem Ranglistenplatz
in der ersten Mannschaft kämpfen können.
Für die
Tauberbischofsheimer Schachfreunde geht es also in die 17. und damit letzte
Runde der Vereinsmeisterschaft. Am Donnerstag, 03.04.03 spielen um Uhr 19.30 :
Kienzler – Schweizer, Lindner – Müllner, H. Kaiser – Gottsmann, Schatzeck
– T. Kaiser und T. Paul - Heinrich. Am Freitag, gleiche
Uhrzeit, treffen Peichl – M. Paul,
Hollburg – Leimbach und Brix – Größlein
aufeinander.
Zuvor findet am Freitag im Vereinsheim (Gartenstr.
2) das Jugendtraining unter Leitung von Markus Leimbach um Uhr 18.30 statt.
Tauberbischofsheim. Zu Gast in Eppingen war die Landesligatruppe des Schachklubs
Tauberbischofsheim am vergangenen Wochenende. Da auf Stammspieler Alfred
Gehrlein verzichtet werden musste, kam für
ihn Sven Schultheiß zum Einsatz.
Die Kraichgauer Schachhochburg dagegen, die schon 1996 das Großturnier
„Badischer Schachkongress“
ausrichtete, konnte auf die bewährten
Einsatzkräfte ihrer dritten Garnitur zurückgreifen. Zwar verloren die Denksportfreunde aus dem Taubertal mit 3 : 5 Punkten, zeigten aber auch
gleichzeitig auf, dass ein mögliches Unentschieden oder sogar ein Sieg greifbar
nahe war. Ähnlich verhielt sich der Sachverhalt bei der Bezirksligacrew im
Rückrundenspiel gegen Bad Mergentheim IV. Beim denkbar knappen 3,5 : 4,5 –
Verlust fehlte der ersatzgeschwächten zweiten Mannschaft das berühmte Quäntchen
Glück, um endlich wieder mit einem vollen Erfolg den Spielsonntag zu feiern.
Während sich das
Spielgeschehen auf den Brettern 1 bis
7 recht dynamisch entwickelte,
zeichnete sich auf dem 8. Brett schon bald
die Entweder-Oder-Frage ab. In
seinem Landesligadebüt bekam Sven Schultheiß die Lektion, dass man - besonders
als Schachspieler - seine Dame nicht
leichtfertig auf Abwegen kommen lassen sollte. Ausgeglichen gestaltete sich die
Partie zwischen dem Bischemer Horst Schweizer und seinem Gegenspieler Eyer, die
schon des häufigeren in den Mannschaftskämpfen die Klingen kreuzten. Vizechef
Matthias Kienzler rannte in seiner „Spanischen Partie“ ständig seinem
verlorenen Bauern hinterher, ohne Erfolg. Vorsitzender Gerhard Müllner traf auf
Paul Funk, der Eppinger Haudegen platzierte die Offiziere besser und gewann.
Nachdem sich Blitzmeister Helmut Kaiser
mit seinem Gegner auf Unentschieden einigte, ergab sich ein
Zwischenstand von 4: 1 für die Gastgeber. Um ein mannschaftliches Remis zu
retten, sollten nun die drei noch
laufenden Begegnungen für Tauberbischofsheim gewonnen werden. Rolf Faulhaber
manövrierte sich in die klar bessere Stellung. Beendet wurde diese Partie
allerdings abrupt durch die Zeitüberschreitung seines starken Gegners
Striebich, letzterer war lange Zeit Spieler in der badischen Meisterkategorie
„A“. Zum einen um die Brettkünste auf den schwarz-weißen Feldern optimal
auszunützen, zum anderen um den eventuell
vorbereiteten gegnerischen Varianten zu entfliehen, tauschten Elmar
Kaiser und Günter Brix die Bretter. Elmar Kaiser behielt auf dem Spitzenbrett
trotz des höheren Zeitverbrauchs die Nerven nebst der notwendigen Übersicht und
landete den schachlichen Anschlusstreffer. Mit den schwarzen Farben auf Brett 2
befand sich der Vereinsmeister von 2002 Günter Brix auf gewohntem
Eröffnungs-Terrain. Er verzichtete aus taktischen Erwägungen darauf, eine
wichtigen Hebel anzusetzen. Durch einen groben Schnitzer verdarb er gänzlich
seine Möglichkeiten und musste enttäuscht aufgeben. So ergab sich ein Endresultat von 3: 5 Punkten, die Mannschaft
lebt jetzt vom Prinzip Hoffnung, sich im letzten Rundenspiel von einem
Abstiegsplatz zu entfernen.
Immerhin zwei Siegpartien
errangen die acht Tauberbischofsheimer Freunde des königlichen Spiels in der
Bezirksliga gegen die Gastgeber, Bad Mergentheims „Vierte“. Für die Tauberaner konnte der Träger der goldenen Ehrennadel des
Badischen Schachverbands Willi Peichl sowie der aufstrebende Nachwuchsspieler Tobias Kaiser voll punkten. Remis am Spitzenbrett vereinbarte
Jugendwart Markus Leimbach, jeweils ein Unentschieden steuerten Ralph Hollburg
und der talentierte Jugendspieler Matthias Paul bei. Wieder einmal zum Einsatz
kam Dr. Rainer Schulze, allerdings verlor er seine Partie ebenso wie Altmeister
Werner Nicke und Thomas Leimbach aus der Jugendgarde. So kam es zur knappen 3,5
: 4,5 - Niederlage, die aber aufgrund des gezeigten Kampfgeistes für die Zukunft hoffen lässt.
Am morgigen Freitag, den 11.04.03 um Uhr 19.30
treffen sich die Schachfreunde zur Analyse oder nützen den Spielabend zur
freien Partie. Die Jugendlichen
trainieren bereits ab Uhr 18.30 im
Vereinsheim ( Gartenstraße 2 ).
Tauberbischofsheim. Der Mosbacher Schachklub
lud am vergangenen Samstag zum 6. Volksbank-Cup im Schnellschach ein. Dieser
Einladung folgten interessierte Spieler aus dem gesamten süddeutschen Raum. Für
das auf 120 Teilnehmer begrenzte Turnier fanden sich immerhin 93 Starter ein.
Tauberbischofsheim meldete mit den Brüdern Thomas und Markus Leimbach zwei
Akteure.
Sieben Spielrunden nach dem bewährten Modus
„Schweizer-System“ wurden ausgetragen. Jeder Mitspieler hatte in einer
Spielrunde 2 Partien mit je 20 Minuten Bedenkzeit nach den Schnellschachregeln
des Weltschachverbands „FIDE“ zu
absolvieren.
Dieses Schnellschachturnier war qualitativ stark
besetzt. Sieger wurde der internationale Meister Andreas Schenk vom
Bundesligisten Baden-Oos, dem Verein mit der jetzt wohl weltstärksten
Schachmannschaft. Der für Bad Mergentheim spielende internationale Meister
Viktor Gasthofer wurde Zweiter im Gesamtklassement.
Thomas Leimbach erkämpfte sich als 12-jähriger
Jugendlicher in der Wertungsklasse U 15 einen hervorragenden zweiten Platz. In der Gesamtwertung aller
Teilnehmer errang er Platz 62 und ließ damit starke Jugendspieler aus den
Nachbarvereinen Bad Mergentheim und Paimar hinter sich.
Sein älterer Bruder Markus, Jugendwart des hiesigen
Vereins, kam mit über 50 % der erreichbaren Punkte auf Rang 39 im Gesamtfeld,
bei dieser starken Gegnerschaft eine beachtliche Leistung.
In
der Karwoche fällt der Spielabend aus. In
den Osterferien findet kein Jugendschach statt.

Tauberbischofsheim. Er kam, spielte und siegte:
Thomas Heinrich, Spitzenakteur des Verbandsligisten Mosbach und seit Beginn der
Saison 2002/2003 passives Mitglied im Schachklub Tauberbischofsheim. Mit 13
Siegen und 4 Unentschieden ohne eine einzige Niederlage landete der Lehrer für Mathematik und Physik
am Matthias-Grünewald-Gymnasium in Tauberbischofsheim einen knappen Start-Ziel-Sieg. Er versetzte Titelverteidiger
Günter Brix damit auf den zweiten Platz, der
die 17 Runden zwar ebenfalls schadlos ohne Niederlage überstand, aber
dessen Ausbeute mit nur 12 Siegen und 5 Unentschieden ein Minimum geringer
betrug.
Insgesamt 306 Partien im Zeitraum eines halben
Jahres waren von den 18 Teilnehmern zu absolvieren um den neunen Vereinsmeister
zu ermitteln. Von Anfang an setzten sich Heinrich und Brix an die Spitze der
Tabelle. Im Verfolgerfeld bewegten sich der Vizemeister des Vorjahres und
diesjährige Dritte im Gesamtklassement Matthias Kienzler, der lediglich eine
Niederlage erlitt. Helmut Kaiser, der Abonnementmeister früherer Jahre, konnte
seine Ansprüche auf den Vereinsmeistertitel lange Zeit geltend machen, er wurde
dieses Mal schließlich Vierter. Auch Landesligastammspieler Horst Schweizer
führte seine Figuren gekonnt übers Brett, ein guter fünfter Platz für ihn in
diesem starken Feld. Sechster Rang für
Stadtmeister Gerhard Müllner. Er zeigte sich in diesem Turnier oftmals zu
friedfertig und heimste sich dabei, nach insgesamt 9 unentschiedenen Partien
und einer Niederlage, den Titel des Remiskönigs ein.
Diese schon im Vorfeld zum Kreis der Favoriten
zählenden sechs Spitzenspieler erreichten somit allesamt einen Ranglistenplatz
für die erste Mannschaft. Kein weiterer Denkartist, der nicht schon vorher zur
dieser Elitetruppe gehörte, konnte in die Phalanx der Spitzenspieler
eindringen.
Da Turniersieger Heinrich auch in der kommenden
Saison seine Mannschaftskämpfe für seinen Heimatverein Mosbach bestreiten wird,
rückt als Siebter Peter Schatzeck in die Landestruppe auf. Peichl, Graner,
Leimbach und Hollburg erreichten einen guten Mittelfeldplatz und bilden somit
das Gerüst für die Bezirksligacrew. Training stellte dieses Mammutturnier
für die Nächstrangigen Größlein, Jugendspieler T. Kaiser und Gottsmann
dar. Enttäuschend war der 15. Rang des Turnierleiters Lindner, der sich wohl
mehr als zwei Siege aus 17 Begegnungen erhoffte. Drei weitere Teilnehmer am Tabellenende durften
schachliche Erfahrungen auf den 64 Feldern
sammeln.
Für den morgigen Freitag in
den Osterferien ist ein internes Blitzturnier zum Saisonausklang vorgesehen.
Beginn: Uhr 19.30 im Vereinsheim (Gartenstr. 2).