Mittwoch, den 2. April 2003

Schach-Vereinsmeisterschaft

 

Vorentscheidung ist gefallen

 

Titelverteidiger Brix und Neuzugang Heinrich trennten sich remis

 

Tauberbischofsheim. Zu einem „Salonremis“ verkam das vorgezogene Endspiel zwischen Titelverteidiger Günter Brix und dem neuzugegangenen Spitzenspieler Thomas Heinrich. Im Keim erstickt wurde jegliche Aktivität auf beiden Seiten, wonach ein unausweichliches Unentschieden resultierte. Vor der Schlussrunde ergibt die Tabelle folgendes Bild: Heinrich führt jetzt mit 40 Punkten weiterhin und mit voraussichtlich ausreichendem Abstand vor Brix mit 38 Punkten. Momentaner Dritter ist der Vize des letzten Vereinsturniers Matthias Kienzler, der 35 Punkte aufweisen kann. Es folgt Blitzmeister Helmut Kaiser mit 34 Punkten, an seinen Fersen klebt Stammspieler Horst Schweizer mit 32 Punkten. Vereinsvorsitzender Gerhard Müllner hält mit 29 Punkten den augenblicklichen 6. Platz vor den 12 weiteren Teilnehmer, die nicht mehr um einem Ranglistenplatz in der ersten Mannschaft kämpfen können.

Für die Tauberbischofsheimer Schachfreunde geht es also in die 17. und damit letzte Runde der Vereinsmeisterschaft. Am Donnerstag, 03.04.03 spielen um Uhr 19.30 : Kienzler – Schweizer, Lindner – Müllner, H. Kaiser – Gottsmann, Schatzeck –  T. Kaiser und  T. Paul - Heinrich. Am Freitag, gleiche Uhrzeit,  treffen Peichl – M. Paul, Hollburg – Leimbach  und Brix – Größlein aufeinander.

Zuvor findet am Freitag im Vereinsheim (Gartenstr. 2) das Jugendtraining unter Leitung von Markus Leimbach um Uhr 18.30 statt.


Donnerstag, den 10. April 2003

Verbandsrunde im Schach

 

Trotz Niederlagen keimt Hoffnung

 

„Erste“ hat  Rettungsanker im Visier / „Zweite“ zeigt sich  kämpferisch

 

Tauberbischofsheim. Zu Gast in Eppingen war die Landesligatruppe des Schachklubs Tauberbischofsheim am vergangenen Wochenende. Da auf Stammspieler Alfred Gehrlein verzichtet werden musste, kam für  ihn Sven Schultheiß  zum Einsatz. Die Kraichgauer Schachhochburg dagegen, die schon 1996 das Großturnier „Badischer  Schachkongress“ ausrichtete,  konnte auf die bewährten Einsatzkräfte ihrer dritten Garnitur zurückgreifen.  Zwar verloren die Denksportfreunde aus dem Taubertal mit    3 : 5 Punkten, zeigten aber auch gleichzeitig auf, dass ein mögliches Unentschieden oder sogar ein Sieg greifbar nahe war. Ähnlich verhielt sich der Sachverhalt bei der Bezirksligacrew im Rückrundenspiel gegen Bad Mergentheim IV. Beim denkbar knappen 3,5 : 4,5 – Verlust fehlte der ersatzgeschwächten zweiten Mannschaft das berühmte Quäntchen Glück, um endlich wieder mit einem vollen Erfolg den Spielsonntag zu feiern.

 

Während sich das Spielgeschehen auf den Brettern  1 bis 7  recht dynamisch entwickelte, zeichnete sich auf dem 8. Brett schon bald  die  Entweder-Oder-Frage ab. In seinem Landesligadebüt bekam Sven Schultheiß die Lektion, dass man - besonders als Schachspieler -  seine Dame nicht leichtfertig auf Abwegen kommen lassen sollte. Ausgeglichen gestaltete sich die Partie zwischen dem Bischemer Horst Schweizer und seinem Gegenspieler Eyer, die schon des häufigeren in den Mannschaftskämpfen die Klingen kreuzten. Vizechef Matthias Kienzler rannte in seiner „Spanischen Partie“ ständig seinem verlorenen Bauern hinterher, ohne Erfolg. Vorsitzender Gerhard Müllner traf auf Paul Funk, der Eppinger Haudegen platzierte die Offiziere besser und gewann. Nachdem sich Blitzmeister Helmut Kaiser  mit seinem Gegner auf Unentschieden einigte, ergab sich ein Zwischenstand von 4: 1 für die Gastgeber. Um ein mannschaftliches Remis zu retten,  sollten nun die drei noch laufenden Begegnungen für Tauberbischofsheim gewonnen werden. Rolf Faulhaber manövrierte sich in die klar bessere Stellung. Beendet wurde diese Partie allerdings abrupt durch die Zeitüberschreitung seines starken Gegners Striebich, letzterer war lange Zeit Spieler in der badischen Meisterkategorie „A“. Zum einen um die Brettkünste auf den schwarz-weißen Feldern optimal auszunützen, zum anderen um den eventuell  vorbereiteten gegnerischen Varianten zu entfliehen, tauschten Elmar Kaiser und Günter Brix die Bretter. Elmar Kaiser behielt auf dem Spitzenbrett trotz des höheren Zeitverbrauchs die Nerven nebst der notwendigen Übersicht und landete den schachlichen Anschlusstreffer. Mit den schwarzen Farben auf Brett 2 befand sich der Vereinsmeister von 2002 Günter Brix auf gewohntem Eröffnungs-Terrain. Er verzichtete aus taktischen Erwägungen darauf, eine wichtigen Hebel anzusetzen. Durch einen groben Schnitzer verdarb er gänzlich seine Möglichkeiten und musste enttäuscht aufgeben.  So ergab sich ein Endresultat von 3: 5 Punkten, die Mannschaft lebt jetzt vom Prinzip Hoffnung, sich im letzten Rundenspiel von einem Abstiegsplatz zu entfernen.

 

Immerhin zwei Siegpartien errangen die acht Tauberbischofsheimer Freunde des königlichen Spiels in der Bezirksliga gegen die Gastgeber, Bad Mergentheims „Vierte“.  Für die Tauberaner konnte  der Träger der goldenen Ehrennadel des Badischen Schachverbands Willi Peichl sowie der aufstrebende  Nachwuchsspieler  Tobias Kaiser voll punkten. Remis am Spitzenbrett vereinbarte Jugendwart Markus Leimbach, jeweils ein Unentschieden steuerten Ralph Hollburg und der talentierte Jugendspieler Matthias Paul bei. Wieder einmal zum Einsatz kam Dr. Rainer Schulze, allerdings verlor er seine Partie ebenso wie Altmeister Werner Nicke und Thomas Leimbach aus der Jugendgarde. So kam es zur knappen 3,5 : 4,5 - Niederlage, die aber aufgrund des gezeigten  Kampfgeistes für die Zukunft hoffen lässt.

 

Am morgigen Freitag, den 11.04.03 um Uhr 19.30 treffen sich die Schachfreunde zur Analyse oder nützen den Spielabend zur freien Partie.  Die Jugendlichen trainieren bereits ab Uhr 18.30 im  Vereinsheim ( Gartenstraße 2 ).


Donnerstag, den 17. April 2003

In der Wertungsgruppe U 15 

 

Zweiter Platz für Thomas Leimbach

 

Mosbacher Schnellschachturnier stark besetzt

 

Tauberbischofsheim. Der Mosbacher Schachklub lud am vergangenen Samstag zum 6. Volksbank-Cup im Schnellschach ein. Dieser Einladung folgten interessierte Spieler aus dem gesamten süddeutschen Raum. Für das auf 120 Teilnehmer begrenzte Turnier fanden sich immerhin 93 Starter ein. Tauberbischofsheim meldete mit den Brüdern Thomas und Markus Leimbach zwei Akteure.

Sieben Spielrunden nach dem bewährten Modus „Schweizer-System“ wurden ausgetragen. Jeder Mitspieler hatte in einer Spielrunde 2 Partien mit je 20 Minuten Bedenkzeit nach den Schnellschachregeln des Weltschachverbands „FIDE“  zu absolvieren.

Dieses Schnellschachturnier war qualitativ stark besetzt. Sieger wurde der internationale Meister Andreas Schenk vom Bundesligisten Baden-Oos, dem Verein mit der jetzt wohl weltstärksten Schachmannschaft. Der für Bad Mergentheim spielende internationale Meister Viktor Gasthofer wurde Zweiter im Gesamtklassement.

Thomas Leimbach erkämpfte sich als 12-jähriger Jugendlicher in der Wertungsklasse U 15 einen hervorragenden  zweiten Platz. In der Gesamtwertung aller Teilnehmer errang er Platz 62 und ließ damit starke Jugendspieler aus den Nachbarvereinen Bad Mergentheim und Paimar hinter sich.

Sein älterer Bruder Markus, Jugendwart des hiesigen Vereins, kam mit über 50 % der erreichbaren Punkte auf Rang 39 im Gesamtfeld, bei dieser starken Gegnerschaft eine beachtliche Leistung.

In der Karwoche fällt der Spielabend aus.  In  den Osterferien findet kein Jugendschach statt.


2003 Donnerstag, den 24. April 2003

Marathonturnier beendet

 

Thomas Heinrich neuer Vereinsmeister im Schach

 

„Vize“ wurde Titelverteidiger Günter Brix / Rang drei für Matthias Kienzler

 

Tauberbischofsheim. Er kam, spielte und siegte: Thomas Heinrich, Spitzenakteur des Verbandsligisten Mosbach und seit Beginn der Saison 2002/2003 passives Mitglied im Schachklub Tauberbischofsheim. Mit 13 Siegen und 4 Unentschieden ohne eine einzige Niederlage  landete der Lehrer für Mathematik und Physik am Matthias-Grünewald-Gymnasium in Tauberbischofsheim  einen knappen Start-Ziel-Sieg. Er versetzte Titelverteidiger Günter Brix damit auf den zweiten Platz, der  die 17 Runden zwar ebenfalls schadlos ohne Niederlage überstand, aber dessen Ausbeute mit nur 12 Siegen und 5 Unentschieden ein Minimum geringer betrug.

 

Insgesamt 306 Partien im Zeitraum eines halben Jahres waren von den 18 Teilnehmern zu absolvieren um den neunen Vereinsmeister zu ermitteln. Von Anfang an setzten sich Heinrich und Brix an die Spitze der Tabelle. Im Verfolgerfeld bewegten sich der Vizemeister des Vorjahres und diesjährige Dritte im Gesamtklassement Matthias Kienzler, der lediglich eine Niederlage erlitt. Helmut Kaiser, der Abonnementmeister früherer Jahre, konnte seine Ansprüche auf den Vereinsmeistertitel lange Zeit geltend machen, er wurde dieses Mal schließlich Vierter. Auch Landesligastammspieler Horst Schweizer führte seine Figuren gekonnt übers Brett, ein guter fünfter Platz für ihn in diesem starken Feld.   Sechster Rang für Stadtmeister Gerhard Müllner. Er zeigte sich in diesem Turnier oftmals zu friedfertig und heimste sich dabei, nach insgesamt 9 unentschiedenen Partien und einer Niederlage, den Titel des Remiskönigs ein.

Diese schon im Vorfeld zum Kreis der Favoriten zählenden sechs Spitzenspieler erreichten somit allesamt einen Ranglistenplatz für die erste Mannschaft. Kein weiterer Denkartist, der nicht schon vorher zur dieser Elitetruppe gehörte, konnte in die Phalanx der Spitzenspieler eindringen.

Da Turniersieger Heinrich auch in der kommenden Saison seine Mannschaftskämpfe für seinen Heimatverein Mosbach bestreiten wird, rückt als Siebter Peter Schatzeck in die Landestruppe auf. Peichl, Graner, Leimbach und Hollburg erreichten einen guten Mittelfeldplatz und bilden somit das Gerüst für die Bezirksligacrew. Training stellte dieses Mammutturnier für  die Nächstrangigen Größlein,     Jugendspieler T. Kaiser und Gottsmann dar. Enttäuschend war der 15. Rang des Turnierleiters Lindner, der sich wohl mehr als zwei Siege aus 17 Begegnungen  erhoffte. Drei weitere Teilnehmer am Tabellenende durften schachliche Erfahrungen auf den 64 Feldern  sammeln.

Für den morgigen Freitag in den Osterferien ist ein internes Blitzturnier zum Saisonausklang vorgesehen. Beginn: Uhr 19.30 im Vereinsheim (Gartenstr. 2).