Tauberbischofsheim. Die Schachfreunde beginnen nach der „Weihnachtspause“ wieder ihren
regulären Spielbetrieb. Am morgigen Donnerstag, den 09.01.03, wird um Uhr 19.30
die 10. Runde der Vereinsmeisterschaft mit folgenden Paarungen ausgetragen:
Heinrich – Peichl, Hollburg – H. Kaiser, Brix – Lindner, Größlein – Kienzler
und R. Paul – Gottsmann. Am darauffolgenden Freitag, gleiche Uhrzeit, spielen Graner – Schatzeck, Leimbach – T.
Paul, T. Kaiser – Schweizer und M. Paul – Müllner. Die Jugend nimmt an diesem
Freitag, wie gewohnt, bereits um Uhr 18.00 ihr Training wieder auf. Spielort
ist jeweils das Vereinsheim in der Gartenstraße 2.
Tauberbischofsheim. Da in der Weihnachtspause der reguläre Spielbetrieb in den
Verbandsrunden und der Vereinsmeisterschaft ruhte, zog es manche der Tauberbischofsheimer Schachfreunde zu den in
dieser Zeit stattfindenden internationalen Turnieren, um dort die Jagd auf
Wertungspunkte fortzusetzen.
So besuchten Elmar Kaiser, Tobias Kaiser sowie
Markus Leimbach das zum 2. Mal in Lampertheim bei Mannheim ausgetragene
internationale Schach-Open. Während Jugendwart Markus Leimbach mit seinem
Abschneiden dort nicht ganz zufrieden war, erreichte Spitzenspieler Elmar
Kaiser eine beachtliche Punkteausbeute von 4,5 aus 7 gegen sehr starke
Gegnerschaft, er musste sich nur einmal geschlagen geben. Damit bestätigte der Mathematik- und
Physikstudent seine weiterhin zunehmende Turnierstärke. Sein jüngerer Bruder Tobias Kaiser konnte
zumindest jede Menge Spielerfahrung
dazugewinnen.
Mit Günter Brix bereiste der amtierender
Vereinsmeister die thüringische Landeshauptstadt Erfurt. Das dortige 5-tägige
internationale Weihnachtsturnier fand in den Konferenzräumen im 17. Stock des
noblen Tagungshotels „Radisson SAS“
statt. An diesen Master-Turnier
mit Spielstärkebeschränkung nicht unter
1800 Wertungspunkten gelang es ihm, mit einem 50 %- Resultat wenigstens den
eingereichten Ranglistenplatz zu halten.
Landesligist Horst Schweizer fuhr zum diesjährigen
„Staufer-Open“ nach Schwäbisch Gmünd. Mit ein bißchen Glück hätte die
Punktebilanz für ihn noch besser aussehen können.
Heribert Lindner, Mannschaftsführer der
Bezirksligatruppe, beteiligte sich im neuen Jahr am Odenwaldblitzturnier 2003 in Mosbach. Mit 18 von möglichen 27
Punkten landete er bei dem recht spielstark besetztem Turnier auf einem
Mittelplatz. Bedauerlicherweise konnte aus Tauberbischofsheim keine Truppe für
das Blitzturnier der Mannschaften gestellt werden.
In
der Vereinsmeisterschaft gab es in den letzten beiden Runden zu erwartende,
aber doch auch überraschende Ergebnisse. So musste der neue Blitzmeister Helmut
Kaiser zum einen in seiner Partie gegen Klaus Graner dem Gegner die vollen
Punkte überlassen, zum anderen im Spiel
gegen Ralf Hollburg mit seinem Widerpart eine Punkteteilung akzeptieren.
Trotz dieser Rückschläge liegt Helmut Kaiser noch aussichtsreich im Kampf um
den Titel auf dem 3. Platz. Nach wie vor führen Heinrich und Titelverteidiger
Brix, beide noch immer ohne Partieverlust !, die Tabelle an. Hinter diesem
starken Trio belegt augenblicklich Horst Schweizer einen guten 4. Platz. Am Donnerstag, den 16.01.03, wird um Uhr
19.30 die 11. Runde der Vereinsmeisterschaft mit folgenden Begegnungen
ausgetragen:
Gottsmann
– Heinrich, Müllner – R. Paul, Lindner -
Größlein, Schatzeck - Hollburg und als Top-Paarung dieser Runde H.
Kaiser – Brix. Am darauffolgenden Freitag, gleiche Uhrzeit, spielen Schweizer – M. Paul, T. Paul – T.
Kaiser, Kienzler – Leimbach und Peichl – Graner. Die Jugend beginnt an diesem Freitag,
wie gewohnt, bereits um Uhr 18.00 ihr Training. Spielort ist jeweils das
Vereinsheim in der Gartenstraße 2.
Mittwoch, den 22. Januar 2003
5. Schachverbandsrunde der
Landesliga
Mageres Remis gegen den Tabellenletzten / Bezirksklassenmannschaftunterliegt ersatzgeschwächt erneut
Tauberbischofsheim.
DasHeimspiel, das die Tauberbischofsheimer Landesligisten am vergangenen
Sonntag zu bestreiten hatten, endete mit einem 4:4 Unentschieden. Mehr als
dieses magere Remis gegen Rohrbach/Boxberg, dem derzeitigen Tabellenletzten der
Landesliga Heidelberg/Odenwald, war an diesem Tage wahrscheinlich nicht drin.
Dies obwohl der Heidelberger Verein aufgrund eines kurzfristigen Ausfalls am
zweiten Brett ohne Besetzung antrat und damit einen Punkt kampflos den
Gastgebern aus der Kreisstadt überlies.
Schonnach etwas mehr als
einer Stunde Spielzeit bekam Horst Schweizer in der„Französischen
Vorstoßvariante“ ein Remis angeboten, das er auch akzeptierte. Kein Konzept
fand Alfred Gehrlein gegen die „Königsindische Verteidigung“ seines Gegners und
Rohrbach/Boxberg konnte ausgleichen. Gerhard Müllner griff in der orthodoxen
Behandlung des „Damengambits“ auf seine fundierten Theoriekenntnisse zurück.
Als sein Widerpart einen verpflichtenden Bauernzug wagte, sich dabei mehr
schwächte als stärkte, schrieb Müllner nach gleichermaßen geduldigen wie
sicheren Manövern den vollen Punkt in die Spielstandstabelle. Rolf Faulhaber
bekam den „Holländischen Stonewall“ vorgesetzt. Alles Anrennen an diesen
Maueraufbau nutzte diesmal nichts, um mehr als ein Unentschieden herauszuholen.
Im glänzender Spiellaune befand sich Günter Brix auf dem Spitzenbrett. Als
sturmreife Burgruine stellte sich die gegnerische Königsfestung heraus. Nach
hübschem Taktieren mit Leichtfiguren beantwortete das erste Brett der Gäste die
Wahlfrage zwischen Matt oder Damenverlust mit einer dritten Lösung, der
Partieaufgabe. Dieser Punktgewinn für die Bischemer Gastherren nährte die
Hoffnung auf den mannschaftlichen Gesamtsieg, denn beim Stande von 4:2 Punkten
hätte nur noch ein Remis aus den noch laufenden zwei Partien herausspringen
müssen. Dieses hatte Ralf Hollburg auf dem Brett. In seinem Debüt, er ersetzte
den verhinderten Stammspieler Matthias Kienzler und schnupperte erstmalig die
raue Landesligaluft, fand er allerdings in einem Doppelturmendspiel nicht die
optimale Fortsetzung und musste dem Gastspieler nach langem Kampf doch den
Punkt überlassen. Mit
Spannungverfolgten nun alle anwesenden Schachfreunde die letzte noch
ausstehende Begegnung, die über den mannschaftlichen Sieg oder Remis entscheiden
sollte. In dieser„Schicksalspartie“ sah sich Helmut Kaiser plötzlich gezwungen
einen ungünstigen Abtausch vorzunehmen. Das entstandene Bauernendspiel war
danach nicht mehr zuhalten. Rohrbach/ Boxberg bekam den Punkt gutgeschrieben
und rettete ein 4:4Unentschieden. Damit sind die Denkstrategen aus
Tauberbischofsheim zwar nichtakut in Abstiegssorgen, müssen aber noch dem
Klassenerhalt entgegenzittern, da ein starkes Restprogramm auf sie wartet.
Bedingt durch die
zahlreichen Ausfälle des „Stammpersonals“ kamen gleich vier Spielerin der
Bezirksliga zum ersten Mal in dieser Saison zum Einsatz. Sven Schultheiß,
Rainer Schulze und der 12-jährige Thomas Leimbach mussten in ihrem Debüt gegen
die Spielgemeinschaft Buchen/Walldürn die Punkte den Gastgebern überlassen..
Mit langjähriger Landesligaerfahrung ausgestattet erspielte sich Altmeister
Karlheinz Hopp einverdientes Unentschieden. Während Werner Nicke diesmal
verlor, kamen Routinier Willi Peichl sowie Mannschaftsführer Heribert Lindner
und Jugendwart Markus Leimbach zur Punkteteilung. Alles in allem eine 2:6
Schlappe in der Rückrunde. Bezeichnend: Mit dem gleichen Ergebnis startete die
Tauberaner Berzirksligacrew gegen den selben Gegner so aussichtsreich in die
Saison.
Einvoller Terminkalender
lässt die Denksportler im Januar nicht zur Ruhe kommen. Am 24. Jan. 03 steht
für zwei Vierermannschaften jeweils ein Pokalspiel auf dem Programm. Um im
Plansoll zubleiben hat Turnierleiter Heribert Lindner zudem für Donnerstag, den
23. Jan.03 gegen 19.30 Uhr die 12. Runde der Vereinsmeisterschaft mit folgenden
Paarungen angesetzt: Hollburg – Peichl, Brix – Schatzeck, Größlein – H.
Kaiser,R. Paul – Schweizer und Gottsmann– Müllner. Sofern nicht an den
Pokalbegegnungen engagiert treffen
Heinrich – Graner, Leimbach – Lindner, T. Kaiser –Kienzler und die
Brüder M. Paul – T. Paul aufeinander. Eine Änderung gibt es für die
Jugendlichen. Diese treffen sich ab sofort freitags erst um 18.30 Uhr zu ihrer
Trainingseinheit im Vereinsheim in der Gartenstraße 2.
Tauberbischofsheim. Zwei Viererteams des hiesigen Schachclubs hatten am vergangenen
Wochenende ihr Spiel in der ersten Runde des Odenwaldmannschaftspokals zu bestreiten.
Während Tauber I in der Besetzung Leimbach, Schatzeck, Peichl und Hollburg zu
Hause die Gäste aus Bad Mergentheim empfing,
fuhren Brix, Kienzler, Gehrlein und Müllner - als Tauber II deklariert – zum Burghardt-Gymnasium nach Buchen,
um dort gegen dessen „Reserve“ anzutreten.
Die Zielsetzung war klar,
zumindest eine Mannschaft sollte die nächste Runde erreichen. Doch es
bewahrheitete sich auch hier, dass Pokalbegegnungen eigenen Gesetzmäßigkeiten
unterliegen. Man erwartete eine starke Aufstellung der Mergentheimer. Dass
allerdings die Badestädter dieses Pokalmatch so ernst nehmen würden und,
vertreten durch Großmeister Michail Ivanov sowie dem internationalen Meister
Grigorij Bogdanovich mit sogar gleich zwei hochkarätigen Spitzenschachsportlern
antraten, war überraschend. Gleichwohl
war dieses Aufgebot im Nachhinein gerechtfertigt, den Tauber I bot den Gästen
zur allgemeinen Verwunderung ordentlich Paroli. Zwar verlor „David“ Schatzeck am zweiten Brett ziemlich schnell
gegen „Goliath“ Bogdanovich, aber zu diesem Zeitpunkt konnte der langjährige
Landesliga-Spitzenspieler Peichl mit seiner Erfahrung Vorteile gegen den jungen
Bad Mergentheimer Raps verbuchen. Hollburg gelang zu zwei allerdings schwer
verwertbaren Mehrbauern gegen den Ex-Bischemer Oden. Leimbach betonierte seine
Stellung gegen die Schachprominenz Ivanov fest und uneinnehmbar. Er brachte
damit das Kunststück fertig, seine Partie gegen den Großmeister unentschieden
zu halten. Am Ende teilte sich die Mannschaften aus dem Taubertal an diesen
Brettern die Punkte. Dies ergab ein Endergebnis von 1,5 : 2,5 zugunsten der
Gäste aus der Badestadt, bedeutete aber auch einen Achtungserfolg für die
gastgebenden Tauberbischofsheimer Schachfreunde.
Mit dem selben Resultat
verabschiedete sich die zweite Crew der Kreisstädter aus dem nach
Knockout-System (KO) gespielten Odenwaldmannschaftspokal. Der Gegner, das
Burghardt-Gymnasium Buchen, staffierte ihre „zweite Garnitur“ gleichermaßen mit
Spitzenspielern aus. Am ersten Brett
kam es damit zur Neuauflage aus einer Verbandsrunde dieser Saison. So traf der Bischemer Brix erneut auf Amadeus
Eisenbeiser, den Jugend-Kader-Spieler des Deutschen Schachbunds. In einer
interessanten Variante der Pirc-Verteidigung entstand eine Position, die keinem
der Kontrahenten gewinnträchtig erschien, sie einigten sich auf ein
Unentschieden. Kienzler hatte es mit Karl-Heinz Eisenbeiser zu tun, dem Vater
der Jugendnational-Spielers Amadeus Eisenbeiser und Grundsteinleger des
Schulschachsports in Buchen in seiner Tätigkeit am dortigen Gymnasium. Lange
Zeit hielt Kienzler die „Schottische
Partie“ ausgeglichen, doch bereitete ihm zunehmend das Läuferpaar seines
Widerparts unlösbare Probleme. Beim Zwischenstand von 0,5 zu 1,5 war man auf den Ausgang der noch
ausstehenden Partien gespannt. Plötzlich konnte Müllners Gegenspieler
kurzerhand Remis erzwingen; zu dem kam Gehrlein unfassbarerweise nicht zur erwünschten Umwandlung eines
seiner drei vereinzelten Bauern, er musste nach langem Kampf enttäuscht die
Punkteteilung akzeptieren. Damit stand das so nicht erwartete „Aus“ für das
zweite Bischemer Pokalteam fest.
In der 13. Runde der Vereinsmeisterschaft
treffen am morgigen Donnerstag, den
30.01.03 um 19.30 Uhr folgende Spieler aufeinander: Müllner – Heinrich (beide
noch ohne Partieverlust), Schweizer -
Gottsmann, T. Paul – R. Paul und Schatzeck – Größlein. Am darauffolgenden
Freitag, gleiche Uhrzeit, tragen Kienzler – M. Paul, Lindner – T. Kaiser, H.
Kaiser – Leimbach, Peichl – Brix und Graner – Hollburg ihre Partien aus. Die
Jugend nimmt jetzt ihr freitägliches Training erst um 18.30 Uhr (bis ca. 19.30
Uhr) auf. Spielort ist wie immer das Vereinsheim in der Gartenstraße 2.