Mittwoch, den 8. Januar 2003

Schach

 

Vereinsmeisterschaft geht weiter

 

Tauberbischofsheim. Die Schachfreunde beginnen nach der „Weihnachtspause“ wieder ihren regulären Spielbetrieb. Am morgigen Donnerstag, den 09.01.03, wird um Uhr 19.30 die 10. Runde der Vereinsmeisterschaft mit folgenden Paarungen ausgetragen: Heinrich – Peichl, Hollburg – H. Kaiser, Brix – Lindner, Größlein – Kienzler und R. Paul – Gottsmann. Am darauffolgenden Freitag, gleiche Uhrzeit,  spielen Graner – Schatzeck, Leimbach – T. Paul, T. Kaiser – Schweizer und M. Paul – Müllner. Die Jugend nimmt an diesem Freitag, wie gewohnt, bereits um Uhr 18.00 ihr Training wieder auf. Spielort ist jeweils das Vereinsheim in der Gartenstraße 2.

 


Mittwoch, den 15. Januar 2003

Schachspieler bei internationalen Turnieren:

 

Auf der Jagd nach Wertungspunkten

Vereinsmeisterschaft geht in die 11. Runde

 

Tauberbischofsheim. Da in der Weihnachtspause der reguläre Spielbetrieb in den Verbandsrunden und der Vereinsmeisterschaft ruhte, zog es manche der  Tauberbischofsheimer Schachfreunde zu den in dieser Zeit stattfindenden internationalen Turnieren, um dort die Jagd auf Wertungspunkte fortzusetzen.

 

So besuchten Elmar Kaiser, Tobias Kaiser sowie Markus Leimbach das zum 2. Mal in Lampertheim bei Mannheim ausgetragene internationale Schach-Open. Während Jugendwart Markus Leimbach mit seinem Abschneiden dort nicht ganz zufrieden war, erreichte Spitzenspieler Elmar Kaiser eine beachtliche Punkteausbeute von 4,5 aus 7 gegen sehr starke Gegnerschaft, er musste sich nur einmal geschlagen geben.  Damit bestätigte der Mathematik- und Physikstudent seine weiterhin zunehmende Turnierstärke.  Sein jüngerer Bruder Tobias Kaiser konnte zumindest jede Menge Spielerfahrung  dazugewinnen.

Mit Günter Brix bereiste der amtierender Vereinsmeister die thüringische Landeshauptstadt Erfurt. Das dortige 5-tägige internationale Weihnachtsturnier fand in den Konferenzräumen im 17. Stock des noblen Tagungshotels  „Radisson SAS“ statt.  An diesen Master-Turnier mit  Spielstärkebeschränkung nicht unter 1800 Wertungspunkten gelang es ihm, mit einem 50 %- Resultat wenigstens den eingereichten Ranglistenplatz zu halten.

Landesligist Horst Schweizer fuhr zum diesjährigen „Staufer-Open“ nach Schwäbisch Gmünd. Mit ein bißchen Glück hätte die Punktebilanz für ihn noch besser aussehen können.

Heribert Lindner, Mannschaftsführer der Bezirksligatruppe, beteiligte sich im neuen Jahr  am Odenwaldblitzturnier 2003 in Mosbach. Mit 18 von möglichen 27 Punkten landete er bei dem recht spielstark besetztem Turnier auf einem Mittelplatz. Bedauerlicherweise konnte aus Tauberbischofsheim keine Truppe für das Blitzturnier der Mannschaften gestellt werden.

In der Vereinsmeisterschaft gab es in den letzten beiden Runden zu erwartende, aber doch auch überraschende Ergebnisse. So musste der neue Blitzmeister Helmut Kaiser zum einen in seiner Partie gegen Klaus Graner dem Gegner die vollen Punkte überlassen, zum anderen im Spiel  gegen Ralf Hollburg mit seinem Widerpart eine Punkteteilung akzeptieren. Trotz dieser Rückschläge liegt Helmut Kaiser noch aussichtsreich im Kampf um den Titel auf dem 3. Platz. Nach wie vor führen Heinrich und Titelverteidiger Brix, beide noch immer ohne Partieverlust !, die Tabelle an. Hinter diesem starken Trio belegt augenblicklich Horst Schweizer einen guten 4. Platz.  Am Donnerstag, den 16.01.03, wird um Uhr 19.30 die 11. Runde der Vereinsmeisterschaft mit folgenden Begegnungen ausgetragen:

Gottsmann – Heinrich, Müllner – R. Paul, Lindner -  Größlein, Schatzeck - Hollburg und als Top-Paarung dieser Runde H. Kaiser – Brix. Am darauffolgenden Freitag, gleiche Uhrzeit,  spielen Schweizer – M. Paul, T. Paul – T. Kaiser, Kienzler – Leimbach und Peichl – Graner. Die Jugend beginnt an diesem Freitag, wie gewohnt, bereits um Uhr 18.00 ihr Training. Spielort ist jeweils das Vereinsheim in der Gartenstraße 2.

 


Mittwoch, den 22. Januar 2003

5. Schachverbandsrunde der Landesliga

Mageres Remis gegen den Tabellenletzten / Bezirksklassenmannschaftunterliegt ersatzgeschwächt erneut

 

 Tauberbischofsheim. DasHeimspiel, das die Tauberbischofsheimer Landesligisten am vergangenen Sonntag zu bestreiten hatten, endete mit einem 4:4 Unentschieden. Mehr als dieses magere Remis gegen Rohrbach/Boxberg, dem derzeitigen Tabellenletzten der Landesliga Heidelberg/Odenwald, war an diesem Tage wahrscheinlich nicht drin. Dies obwohl der Heidelberger Verein aufgrund eines kurzfristigen Ausfalls am zweiten Brett ohne Besetzung antrat und damit einen Punkt kampflos den Gastgebern aus der Kreisstadt überlies.

 

Schonnach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit bekam Horst Schweizer in der„Französischen Vorstoßvariante“ ein Remis angeboten, das er auch akzeptierte. Kein Konzept fand Alfred Gehrlein gegen die „Königsindische Verteidigung“ seines Gegners und Rohrbach/Boxberg konnte ausgleichen. Gerhard Müllner griff in der orthodoxen Behandlung des „Damengambits“ auf seine fundierten Theoriekenntnisse zurück. Als sein Widerpart einen verpflichtenden Bauernzug wagte, sich dabei mehr schwächte als stärkte, schrieb Müllner nach gleichermaßen geduldigen wie sicheren Manövern den vollen Punkt in die Spielstandstabelle. Rolf Faulhaber bekam den „Holländischen Stonewall“ vorgesetzt. Alles Anrennen an diesen Maueraufbau nutzte diesmal nichts, um mehr als ein Unentschieden herauszuholen. Im glänzender Spiellaune befand sich Günter Brix auf dem Spitzenbrett. Als sturmreife Burgruine stellte sich die gegnerische Königsfestung heraus. Nach hübschem Taktieren mit Leichtfiguren beantwortete das erste Brett der Gäste die Wahlfrage zwischen Matt oder Damenverlust mit einer dritten Lösung, der Partieaufgabe. Dieser Punktgewinn für die Bischemer Gastherren nährte die Hoffnung auf den mannschaftlichen Gesamtsieg, denn beim Stande von 4:2 Punkten hätte nur noch ein Remis aus den noch laufenden zwei Partien herausspringen müssen. Dieses hatte Ralf Hollburg auf dem Brett. In seinem Debüt, er ersetzte den verhinderten Stammspieler Matthias Kienzler und schnupperte erstmalig die raue Landesligaluft, fand er allerdings in einem Doppelturmendspiel nicht die optimale Fortsetzung und musste dem Gastspieler nach langem Kampf doch den Punkt überlassen. Mit  Spannungverfolgten nun alle anwesenden Schachfreunde die letzte noch ausstehende Begegnung, die über den mannschaftlichen Sieg oder Remis entscheiden sollte. In dieser„Schicksalspartie“ sah sich Helmut Kaiser plötzlich gezwungen einen ungünstigen Abtausch vorzunehmen. Das entstandene Bauernendspiel war danach nicht mehr zuhalten. Rohrbach/ Boxberg bekam den Punkt gutgeschrieben und rettete ein 4:4Unentschieden. Damit sind die Denkstrategen aus Tauberbischofsheim zwar nichtakut in Abstiegssorgen, müssen aber noch dem Klassenerhalt entgegenzittern, da ein starkes Restprogramm auf sie wartet.

Bedingt durch die zahlreichen Ausfälle des „Stammpersonals“ kamen gleich vier Spielerin der Bezirksliga zum ersten Mal in dieser Saison zum Einsatz. Sven Schultheiß, Rainer Schulze und der 12-jährige Thomas Leimbach mussten in ihrem Debüt gegen die Spielgemeinschaft Buchen/Walldürn die Punkte den Gastgebern überlassen.. Mit langjähriger Landesligaerfahrung ausgestattet erspielte sich Altmeister Karlheinz Hopp einverdientes Unentschieden. Während Werner Nicke diesmal verlor, kamen Routinier Willi Peichl sowie Mannschaftsführer Heribert Lindner und Jugendwart Markus Leimbach zur Punkteteilung. Alles in allem eine 2:6 Schlappe in der Rückrunde. Bezeichnend: Mit dem gleichen Ergebnis startete die Tauberaner Berzirksligacrew gegen den selben Gegner so aussichtsreich in die Saison.

Einvoller Terminkalender lässt die Denksportler im Januar nicht zur Ruhe kommen. Am 24. Jan. 03 steht für zwei Vierermannschaften jeweils ein Pokalspiel auf dem Programm. Um im Plansoll zubleiben hat Turnierleiter Heribert Lindner zudem für Donnerstag, den 23. Jan.03 gegen 19.30 Uhr die 12. Runde der Vereinsmeisterschaft mit folgenden Paarungen angesetzt: Hollburg – Peichl, Brix – Schatzeck, Größlein – H. Kaiser,R. Paul – Schweizer und Gottsmann– Müllner. Sofern nicht an den Pokalbegegnungen engagiert treffen  Heinrich – Graner, Leimbach – Lindner, T. Kaiser –Kienzler und die Brüder M. Paul – T. Paul aufeinander. Eine Änderung gibt es für die Jugendlichen. Diese treffen sich ab sofort freitags erst um 18.30 Uhr zu ihrer Trainingseinheit im Vereinsheim in der Gartenstraße 2.


Donnerstag, den 30. Januar 2003

Hochkarätige Pokalspiele

 

Schachprominenz gab sich die Ehre

 

Markus Leimbach errang Remis gegen Großmeister Ivanov

 

Tauberbischofsheim. Zwei Viererteams des hiesigen Schachclubs hatten am vergangenen Wochenende ihr Spiel in der ersten Runde des Odenwaldmannschaftspokals zu bestreiten. Während Tauber I in der Besetzung Leimbach, Schatzeck, Peichl und Hollburg zu Hause die Gäste aus Bad Mergentheim empfing,  fuhren Brix, Kienzler, Gehrlein und Müllner  - als Tauber II deklariert – zum Burghardt-Gymnasium nach Buchen, um dort gegen dessen „Reserve“ anzutreten.

Die Zielsetzung war klar, zumindest eine Mannschaft sollte die nächste Runde erreichen. Doch es bewahrheitete sich auch hier, dass Pokalbegegnungen eigenen Gesetzmäßigkeiten unterliegen. Man erwartete eine starke Aufstellung der Mergentheimer. Dass allerdings die Badestädter dieses Pokalmatch so ernst nehmen würden und, vertreten durch Großmeister Michail Ivanov sowie dem internationalen Meister Grigorij Bogdanovich mit sogar gleich zwei hochkarätigen Spitzenschachsportlern antraten, war überraschend.  Gleichwohl war dieses Aufgebot im Nachhinein gerechtfertigt, den Tauber I bot den Gästen zur allgemeinen Verwunderung ordentlich Paroli. Zwar verlor „David“  Schatzeck am zweiten Brett ziemlich schnell gegen „Goliath“ Bogdanovich, aber zu diesem Zeitpunkt konnte der langjährige Landesliga-Spitzenspieler Peichl mit seiner Erfahrung Vorteile gegen den jungen Bad Mergentheimer Raps verbuchen. Hollburg gelang zu zwei allerdings schwer verwertbaren Mehrbauern gegen den Ex-Bischemer Oden. Leimbach betonierte seine Stellung gegen die Schachprominenz Ivanov fest und uneinnehmbar. Er brachte damit das Kunststück fertig, seine Partie gegen den Großmeister unentschieden zu halten. Am Ende teilte sich die Mannschaften aus dem Taubertal an diesen Brettern die Punkte. Dies ergab ein Endergebnis von 1,5 : 2,5 zugunsten der Gäste aus der Badestadt, bedeutete aber auch einen Achtungserfolg für die gastgebenden Tauberbischofsheimer Schachfreunde.

Mit dem selben Resultat verabschiedete sich die zweite Crew der Kreisstädter aus dem nach Knockout-System (KO) gespielten Odenwaldmannschaftspokal. Der Gegner, das Burghardt-Gymnasium Buchen, staffierte ihre „zweite Garnitur“ gleichermaßen mit Spitzenspielern aus.  Am ersten Brett kam es damit zur Neuauflage aus einer Verbandsrunde dieser Saison. So traf  der Bischemer Brix erneut auf Amadeus Eisenbeiser, den Jugend-Kader-Spieler des Deutschen Schachbunds. In einer interessanten Variante der Pirc-Verteidigung entstand eine Position, die keinem der Kontrahenten gewinnträchtig erschien, sie einigten sich auf ein Unentschieden. Kienzler hatte es mit Karl-Heinz Eisenbeiser zu tun, dem Vater der Jugendnational-Spielers Amadeus Eisenbeiser und Grundsteinleger des Schulschachsports in Buchen in seiner Tätigkeit am dortigen Gymnasium. Lange Zeit hielt  Kienzler die „Schottische Partie“ ausgeglichen, doch bereitete ihm zunehmend das Läuferpaar seines Widerparts unlösbare Probleme. Beim Zwischenstand von 0,5 zu 1,5  war man auf den Ausgang der noch ausstehenden Partien gespannt. Plötzlich konnte Müllners Gegenspieler kurzerhand Remis erzwingen; zu dem kam Gehrlein unfassbarerweise  nicht zur erwünschten Umwandlung eines seiner drei vereinzelten Bauern, er musste nach langem Kampf enttäuscht die Punkteteilung akzeptieren. Damit stand das so nicht erwartete „Aus“ für das zweite Bischemer Pokalteam fest.

 

In der 13. Runde der Vereinsmeisterschaft treffen  am morgigen Donnerstag, den 30.01.03 um 19.30 Uhr folgende Spieler aufeinander: Müllner – Heinrich (beide noch ohne Partieverlust), Schweizer  - Gottsmann, T. Paul – R. Paul und Schatzeck – Größlein. Am darauffolgenden Freitag, gleiche Uhrzeit, tragen Kienzler – M. Paul, Lindner – T. Kaiser, H. Kaiser – Leimbach, Peichl – Brix und Graner – Hollburg ihre Partien aus. Die Jugend nimmt jetzt ihr freitägliches Training erst um 18.30 Uhr (bis ca. 19.30 Uhr) auf. Spielort ist wie immer das Vereinsheim in der Gartenstraße 2.