Tauberbischofsheim. In der dritten Runde der
Schachvereinsmeisterschaft gelang es Peter Schatzeck den amtierenden
Vereinsmeister Thomas Heinrich in Verlegenheit zu bringen. Aber durch ein
unkorrektes Qualitätsopfer fuhr Schatzeck - statt den erntereifen Früchten
seiner bis dahin tadellos geführten Partie - eine unnötige Niederlage ein. Eine
aktivere Figurenaufstellung verhalf Neuzugang René Müller in seiner Begegnung
gegen den schon sehr erfahrenen Jugendspieler Tobias Kaiser zu einem
beachtlichen Erfolg. Turnierleiter Heribert Lindner verzichte trotz zweier
Mehrbauern auf Gewinnversuche und erzwang gegen den stellvertretenden
Vorsitzenden Matthias Kienzler ein Unentschieden durch Dauerschach.
Am morgigen Freitag, den 07. November 03 fällt das
Jugendschach aufgrund der Herbstferien aus. Um 19.30 Uhr ist die 4. Runde der
Vereinsmeisterschaft mit folgenden Paarungen angesetzt: T. Leimbach – W. Nicke, P. Schatzeck – R.
Hollburg H. Lindner – T. Heinrich, T. Kaiser – W. Peichl, G. Müllner – R.
Müller und J. Größlein – R. Paul. Gespielt wird im Vereinsheim in der Gartenstraße 2. Am Sonntag, den 09.
November 03 trifft die Tauberbischofsheimer Landesligatruppe auf die Reserve
des Zweitbundesligisten Bad Mergentheim. Die in der Bezirksklasse gemeldete
zweite Mannschaft der Tauberaner hat spielfrei.
Tauberbischofsheim. Ersatzgeschwächt traten am
vergangenen Sonntag die Tauberbischofsheimer Schachsportler im zweiten
Verbandsrundenspiel der Landesliga Heidelberg/Odenwald in Bad Mergentheim an.
Erstaunlich und erfreulich zugleich war die Tatsache, dass trotz Ausfälle
zweier Stammspieler ein respektables Unentschieden gegen die Reserveeinheit des
Zweitbundesligisten erzielt werden konnte.
Zunächst einigten sich Alfred Gehrlein und sein
früherer Mannschaftskollege Edgar Oden, der jetzt unter der Kurstädter Flagge
startet, schon nach 19 Zügen auf ein Unentschieden. Auf den falschen Fuß hatte
es Klaus Graner erwischt, der in eine Mattfalle tappte. Doch Rolf Faulhaber,
einer der Leistungsträger der Kreisstädter Crew, egalisierte gegen das
Mergentheimer Schachtalent Johannes Raps den Rückstand. In seinem
Landesligadebüt fehlte es Peter Schatzeck an der nötigen Konsequenz in der
Durchsetzung seines Spielplans, er verlor und die Badestädter führten erneut.
Mit mehr als einem Quäntchen Glück gelang es Elmar Kaiser in desolater Stellung
voll zu punkten. Sein Mergentheimer Gegner Josef Steinmacher geriet in
hochgradige Zeitnot und glaubte genügend Restbedenkzeit zur Verfügung zu haben.
Doch das Fallblättchen fiel etwa 10 Sekunden früher, als es dem Augenschein
nach zu erwarten gewesen wäre. Somit bereitete die nicht exakte Mechanik der
Schachuhr der unvollendeten Partie ein jähes Ende durch Zeitüberschreitung.
Günter Brix am Spitzenbrett bekam keinen geringeren als den internationalen
Meister Grigorij Bogdanovich vorgesetzt. Die wohl hochkarätigste Schachikone in
dieser Landesliga entlarvte sowohl ein leichtfertiges Bauernopfer als auch die
insgesamt unkonventionelle Spielweise des Tauberaners als nicht ausreichend.
Den zweiten Einsatz für Tauberbischofsheim bestritt Ralph Hollburg in der Landesliga.
In der von ihm gut vorbereiteten „Zukertort-Eröffnung“ knöpfte er seinem
Kontrahenten Konstantin Kappes ein verdientes Remis ab. Mannschaftsführer
Matthias Kienzler hatte es nun inne, mit einem gesunden Mehrbauern im
Springerendspiel gegen einen weiteren alten Bekannten, den Ex-Bischemer Dr.
Martin Sinner zu gewinnen. Dies gelang und mit seinem Sieg stellte er das
Mannschaftsremis mit dem Endresultat von 4:4 Punkten sicher. Während Bad
Mergentheim es jetzt schwerer haben dürfte Aufstiegsträume zu realisieren,
rückt Tauberbischofsheim dem Ziel die Spielklasse zu erhalten ein Stück näher.
Ein
volles Programm erwartet die Schachfreunde am Freitag, den 14. November 03. Das
Training der Jugendlichen wird nach den Herbstferien wieder aufgenommen und
beginnt um 18.00 Uhr. Für 19.30 Uhr sind folgenden Paarungen der 5. Runde der
Vereinsmeisterschaft vorgesehen: Paul – Leimbach, Müller – Größlein, Peichl –
Müllner, Kienzler – Kaiser, Hollburg – Lindner und Nicke – Schatzeck. Um 20.00
Uhr treffen in der Eröffnungsrunde des Odenwaldpokalturniers der
Vierermannschaften die Denkstrategen aus Tauberbischofsheim auf Paimar, den
dritten großen Schachverein des hiesigen Bezirks. Gespielt wird jeweils im Vereinsheim des Schachclubs
Tauberbischofsheim (Gartenstraße 2).
Tauberbischofsheim. Im Mannschaftspokal des
Schachbezirks Odenwald trafen am vergangenen Freitag die Schachfreunde aus
Tauberbischofsheim auf die Denksportler der Nachbargemeinde Paimar. Beide
Schachvereine nominierten jeweils zwei Viererteams für dieses Pokalturnier, die
nicht vorqualifizierten Mannschaften Tauberbischofsheim II und Paimar II
durften die Eröffnungsrunde bestreiten. Mit der Aufstellung dreier Stammspieler
aus der ersten Garnitur ließen den Tauberaner keinen Zweifel aufkommen, dass
sie, als Tauberbischofsheim II deklariert, an einem Vorstoß bis ins Finale
interessiert sind.
Am dritten Brett musste Ralph Hollburg zunächst gleich zwei Bauernverluste verschmerzen. Im Verlauf seines Spiels gegen den Paimarer Holger Kuhn gelang es dem trainingseifrigen Bischemer aber eine aktivere Königsstellung einzunehmen und somit doch noch ans rettendende Remisufer zu schwimmen. Gerhard Müllner, Vereinsboss der Kreisstädter, besetzte mit einem seiner Türme die berühmte „vorletzte Reihe“. Sein Kontrahent Hubert Segeritz, „Aktivposten“ in der Jugendarbeit des rührigen Grünbachtäler Schachvereins, sah sich plötzlich zu vielen Drohungen ausgesetzt und strich die Segel. Mit Routine und Sorgfalt umschiffte Matthias Kienzler in seiner Partie gegen Paimars Jungtalent Philipp Segeritz bedrohliche Klippen. Am Schluss landete der zweite Vorsitzende der Tauberaner mit voller Punktausbeute an der Anlegestelle. Damit war der Gesamtsieg mit 2,5 aus maximal 4 Zählern bereits eingefahren und die noch ausstehende Partie degradierte im mannschaftlichen Sinne zur bedeutungslosen Makulatur. Mehr als einen unentschiedenen Ausgang erhoffte sich Vizevereinsmeister Günter Brix, hatte er doch durch eine „petite combination“ à la Capablanca[1] einen wichtigen Bauern gewonnen. Ralph Becker, sein Kontrahent aus der Schachhochburg am Grünbach, vereitelte allerdings wachsam, konzentriert und sehr geschickt die Umwandlung des Mehrbauern. Brix dagegen, nach fast sechs Stunden Spielzeit des Lavierens müde, willigte sichtlich enttäuscht ins Remis ein. Mit dem Endresultat von 3:1 Punkten zieht Tauberbischofsheim nun mit einem Team bereits ins Viertelfinale ein.
Am Freitag,
den 21. November 03 ist um 19.30 Uhr die 6. Runde der Vereinsmeisterschaft mit
folgenden Paarungen angesetzt: Leimbach – Schatzeck, Brix – Hollburg, Lindner –
Nicke, Kaiser – Heinrich, Müllner – Kienzler, Paul – Müller und Größlein –
Peichl. Das Jugendschach beginnt schon um 18.00 Uhr. Am Samstag, den 22.
November 03 tragen die Tauberbischofsheimer Freunde des „königlichen Spiels“ um
13.30 Uhr einen freundschaftlichen Vergleichskampf mit den Schachstrategen des
Frankfurter Vororts Sachsenhausen aus. Gespielt wird jeweils im Vereinsheim in
der Gartenstraße 2.
Tauberbischofsheim. Einen schönen Erfolg
verbuchte Horst Schweizer bei den „7. Internationalen Bayrischen
Schachmeisterschaften“ in Bad Wiessee am Tegernsee. An diesem „offenen“ Turnier
nahmen 437 Spieler aus insgesamt 28 Nationen teil. Vom 08. bis 11. November 03
kämpften zahlreiche Großmeister, internationale Meister und Amateure um
Preisgelder, Titelnormen und
Wertungszahlen. Horst Schweizer, Stammspieler der Tauberbischofsheimer
Landesligatruppe, bestätigte seine augenblickliche gute Form durch ein hervorragendes
Abschneiden. In dem quantitativ wie qualitativ gut besetztem Teilnehmerfeld
verbesserte er sich im Endklassement um 73 Plätze gegenüber den Setzliste.
Durchschnittlich hatten seine Gegner eine beachtliche Turnierstärke von fast
2000 Wertungspunkten. Nach den noch inoffiziellen Auswertungen klettert damit
seine Turniererfolgszahl um etwa 30 Punkte höher.
Tauberbischofsheim. Am vergangenen Samstag
gastierten die Schachfreunde „Matt im Park“ aus dem Frankfurter Vorort
Sachsenhausen in der Kreisstadt an der Tauber. Sie folgten damit einer
Gegen-Einladung des Tauberbischofsheimer Turnierleiters Heribert Lindner, der
schon die Erst-Begegnung in Sachsenhausen zusammen mit dem dortigen
Verantwortlichen Thomas Staub in die Wege leitete. Beide kennen sich bereits
durch Turnierveranstaltungen des Würfel-Brettspiels „Backgammon“. Die Idee, die
schon bestehende freundschaftliche Beziehung ebenso auf das „königliche Spiel“
auszudehnen, war schnell geboren. In
diesem zweiten Freundschaftsspiel wurden die gemeinschaftlichen Kontakte weiter
ausgebaut.
Jeweils
sechs Mann beider Teams spielten eine Partie mit verkürzter Gesamtbedenkzeit.
Die Gastgeber aus dem Taubertal siegten ohne Einzelniederlage mit 4,5 : 1,5
Punkten, wobei natürlich der kameradschaftliche Aspekt die Frage des Sieges
oder des Verlustes eher in den Hintergrund rücken ließ. Für die Bischemer
erzielten Markus Leimbach, Thomas Leimbach und Heribert Lindner einen vollen
Punkt, Alfred Gehrlein, Willi Peichl und Horst Schweizer trennten sich mit
ihren Gegnern Unentschieden. Nach gemütlichem Beisammensein traten die
hessischen Gäste die Rückreise aus der badischen Main-Tauber-Kreisstadt an.
Das
Vereinsturnier geht in die siebte Runde. Für Freitag, den 28. November 03 sind
um 19.30 Uhr folgende Paarungen angesetzt: Müller – Leimbach, Peichl – Paul,
Kienzler – Größlein, Heinrich – Müllner, Hollburg – Kaiser und Schatzeck –
Lindner. Die Jugend trainiert bereits ab 18.00 Uhr im Vereinsheim in der
Gartenstraße 2.