Donnerstag, den 6. November 2003
Jugendschach fällt diese Woche aus

 

Tauberbischofsheim. In der dritten Runde der Schachvereinsmeisterschaft gelang es Peter Schatzeck den amtierenden Vereinsmeister Thomas Heinrich in Verlegenheit zu bringen. Aber durch ein unkorrektes Qualitätsopfer fuhr Schatzeck - statt den erntereifen Früchten seiner bis dahin tadellos geführten Partie - eine unnötige Niederlage ein. Eine aktivere Figurenaufstellung verhalf Neuzugang René Müller in seiner Begegnung gegen den schon sehr erfahrenen Jugendspieler Tobias Kaiser zu einem beachtlichen Erfolg. Turnierleiter Heribert Lindner verzichte trotz zweier Mehrbauern auf Gewinnversuche und erzwang gegen den stellvertretenden Vorsitzenden Matthias Kienzler ein Unentschieden durch Dauerschach.

 

Am morgigen Freitag, den 07. November 03 fällt das Jugendschach aufgrund der Herbstferien aus. Um 19.30 Uhr ist die 4. Runde der Vereinsmeisterschaft mit folgenden Paarungen angesetzt:  T. Leimbach – W. Nicke, P. Schatzeck – R. Hollburg H. Lindner – T. Heinrich, T. Kaiser – W. Peichl, G. Müllner – R. Müller und J. Größlein – R. Paul. Gespielt wird  im Vereinsheim in der Gartenstraße 2. Am Sonntag, den 09. November 03 trifft die Tauberbischofsheimer Landesligatruppe auf die Reserve des Zweitbundesligisten Bad Mergentheim. Die in der Bezirksklasse gemeldete zweite Mannschaft der Tauberaner hat spielfrei.


Mittwoch, den 12. November 2003
Achtbares Remis im Schach-Lokalderby

 

Tauberbischofsheim trennte sich mit Bad Mergentheim 4:4

 

Tauberbischofsheim. Ersatzgeschwächt traten am vergangenen Sonntag die Tauberbischofsheimer Schachsportler im zweiten Verbandsrundenspiel der Landesliga Heidelberg/Odenwald in Bad Mergentheim an. Erstaunlich und erfreulich zugleich war die Tatsache, dass trotz Ausfälle zweier Stammspieler ein respektables Unentschieden gegen die Reserveeinheit des Zweitbundesligisten erzielt werden konnte.

 

Zunächst einigten sich Alfred Gehrlein und sein früherer Mannschaftskollege Edgar Oden, der jetzt unter der Kurstädter Flagge startet, schon nach 19 Zügen auf ein Unentschieden. Auf den falschen Fuß hatte es Klaus Graner erwischt, der in eine Mattfalle tappte. Doch Rolf Faulhaber, einer der Leistungsträger der Kreisstädter Crew, egalisierte gegen das Mergentheimer Schachtalent Johannes Raps den Rückstand. In seinem Landesligadebüt fehlte es Peter Schatzeck an der nötigen Konsequenz in der Durchsetzung seines Spielplans, er verlor und die Badestädter führten erneut. Mit mehr als einem Quäntchen Glück gelang es Elmar Kaiser in desolater Stellung voll zu punkten. Sein Mergentheimer Gegner Josef Steinmacher geriet in hochgradige Zeitnot und glaubte genügend Restbedenkzeit zur Verfügung zu haben. Doch das Fallblättchen fiel etwa 10 Sekunden früher, als es dem Augenschein nach zu erwarten gewesen wäre. Somit bereitete die nicht exakte Mechanik der Schachuhr der unvollendeten Partie ein jähes Ende durch Zeitüberschreitung. Günter Brix am Spitzenbrett bekam keinen geringeren als den internationalen Meister Grigorij Bogdanovich vorgesetzt. Die wohl hochkarätigste Schachikone in dieser Landesliga entlarvte sowohl ein leichtfertiges Bauernopfer als auch die insgesamt unkonventionelle Spielweise des Tauberaners als nicht ausreichend. Den zweiten Einsatz für Tauberbischofsheim bestritt Ralph Hollburg in der Landesliga. In der von ihm gut vorbereiteten „Zukertort-Eröffnung“ knöpfte er seinem Kontrahenten Konstantin Kappes ein verdientes Remis ab. Mannschaftsführer Matthias Kienzler hatte es nun inne, mit einem gesunden Mehrbauern im Springerendspiel gegen einen weiteren alten Bekannten, den Ex-Bischemer Dr. Martin Sinner zu gewinnen. Dies gelang und mit seinem Sieg stellte er das Mannschaftsremis mit dem Endresultat von 4:4 Punkten sicher. Während Bad Mergentheim es jetzt schwerer haben dürfte Aufstiegsträume zu realisieren, rückt Tauberbischofsheim dem Ziel die Spielklasse zu erhalten ein Stück näher.

 

Ein volles Programm erwartet die Schachfreunde am Freitag, den 14. November 03. Das Training der Jugendlichen wird nach den Herbstferien wieder aufgenommen und beginnt um 18.00 Uhr. Für 19.30 Uhr sind folgenden Paarungen der 5. Runde der Vereinsmeisterschaft vorgesehen: Paul – Leimbach, Müller – Größlein, Peichl – Müllner, Kienzler – Kaiser, Hollburg – Lindner und Nicke – Schatzeck. Um 20.00 Uhr treffen in der Eröffnungsrunde des Odenwaldpokalturniers der Vierermannschaften die Denkstrategen aus Tauberbischofsheim auf Paimar, den dritten großen Schachverein des hiesigen Bezirks. Gespielt wird jeweils  im Vereinsheim des Schachclubs Tauberbischofsheim (Gartenstraße 2).


Donnerstag, den 20. November 2003
Sieg im Auftaktspiel des Schachpokals

 

Tauberbischofsheim II gewinnt mit 3:1 Punkten gegen Paimar II

 

Tauberbischofsheim. Im Mannschaftspokal des Schachbezirks Odenwald trafen am vergangenen Freitag die Schachfreunde aus Tauberbischofsheim auf die Denksportler der Nachbargemeinde Paimar. Beide Schachvereine nominierten jeweils zwei Viererteams für dieses Pokalturnier, die nicht vorqualifizierten Mannschaften Tauberbischofsheim II und Paimar II durften die Eröffnungsrunde bestreiten. Mit der Aufstellung dreier Stammspieler aus der ersten Garnitur ließen den Tauberaner keinen Zweifel aufkommen, dass sie, als Tauberbischofsheim II deklariert, an einem Vorstoß bis ins Finale interessiert sind.

Am dritten Brett musste Ralph Hollburg zunächst gleich zwei Bauernverluste verschmerzen. Im Verlauf seines Spiels gegen den Paimarer Holger Kuhn gelang es dem trainingseifrigen Bischemer aber eine aktivere Königsstellung einzunehmen und somit doch noch ans rettendende Remisufer zu schwimmen. Gerhard Müllner, Vereinsboss der Kreisstädter, besetzte mit einem seiner Türme die berühmte „vorletzte Reihe“. Sein Kontrahent Hubert Segeritz, „Aktivposten“ in der Jugendarbeit des rührigen Grünbachtäler Schachvereins, sah sich plötzlich zu vielen Drohungen ausgesetzt und strich die Segel. Mit Routine und Sorgfalt umschiffte Matthias Kienzler in seiner Partie gegen Paimars Jungtalent Philipp Segeritz bedrohliche Klippen. Am Schluss landete der zweite Vorsitzende der Tauberaner mit voller Punktausbeute an der Anlegestelle. Damit war der Gesamtsieg mit 2,5 aus maximal 4 Zählern bereits eingefahren und die noch ausstehende Partie degradierte im mannschaftlichen Sinne zur bedeutungslosen Makulatur. Mehr als einen unentschiedenen Ausgang erhoffte sich Vizevereinsmeister Günter Brix, hatte er doch durch eine „petite combination“ à la Capablanca[1] einen wichtigen Bauern gewonnen. Ralph Becker, sein Kontrahent aus der Schachhochburg am Grünbach, vereitelte allerdings wachsam, konzentriert und sehr geschickt die Umwandlung des Mehrbauern. Brix dagegen, nach fast sechs Stunden Spielzeit des Lavierens müde, willigte sichtlich enttäuscht ins Remis ein. Mit dem Endresultat von 3:1 Punkten zieht Tauberbischofsheim nun mit einem Team bereits ins Viertelfinale ein.

Am Freitag, den 21. November 03 ist um 19.30 Uhr die 6. Runde der Vereinsmeisterschaft mit folgenden Paarungen angesetzt: Leimbach – Schatzeck, Brix – Hollburg, Lindner – Nicke, Kaiser – Heinrich, Müllner – Kienzler, Paul – Müller und Größlein – Peichl. Das Jugendschach beginnt schon um 18.00 Uhr. Am Samstag, den 22. November 03 tragen die Tauberbischofsheimer Freunde des „königlichen Spiels“ um 13.30 Uhr einen freundschaftlichen Vergleichskampf mit den Schachstrategen des Frankfurter Vororts Sachsenhausen aus. Gespielt wird jeweils im Vereinsheim in der Gartenstraße 2.


Samstag, den 22. November 2003
Horst Schweizer verbessert Wertungszahl

 

Bei den 7. Internationalen Bayrischen Meisterschaften im Schach erfolgreich

 

Tauberbischofsheim. Einen schönen Erfolg verbuchte Horst Schweizer bei den „7. Internationalen Bayrischen Schachmeisterschaften“ in Bad Wiessee am Tegernsee. An diesem „offenen“ Turnier nahmen 437 Spieler aus insgesamt 28 Nationen teil. Vom 08. bis 11. November 03 kämpften zahlreiche Großmeister, internationale Meister und Amateure um Preisgelder, Titelnormen  und Wertungszahlen. Horst Schweizer, Stammspieler der Tauberbischofsheimer Landesligatruppe, bestätigte seine augenblickliche gute Form durch ein hervorragendes Abschneiden. In dem quantitativ wie qualitativ gut besetztem Teilnehmerfeld verbesserte er sich im Endklassement um 73 Plätze gegenüber den Setzliste. Durchschnittlich hatten seine Gegner eine beachtliche Turnierstärke von fast 2000 Wertungspunkten. Nach den noch inoffiziellen Auswertungen klettert damit seine Turniererfolgszahl um etwa 30 Punkte höher.


Donnerstag, den 27. November 2003

Schachspieler aus Frankfurt-Sachsenhausen zu Gast

Gemeinschaftliche Kontakte vertieft

 

Zweites Freundschaftsspiel endete mit einem 4,5 : 1,5  Erfolg für Tauberbischofsheim

Tauberbischofsheim. Am vergangenen Samstag gastierten die Schachfreunde „Matt im Park“ aus dem Frankfurter Vorort Sachsenhausen in der Kreisstadt an der Tauber. Sie folgten damit einer Gegen-Einladung des Tauberbischofsheimer Turnierleiters Heribert Lindner, der schon die Erst-Begegnung in Sachsenhausen zusammen mit dem dortigen Verantwortlichen Thomas Staub in die Wege leitete. Beide kennen sich bereits durch Turnierveranstaltungen des Würfel-Brettspiels „Backgammon“. Die Idee, die schon bestehende freundschaftliche Beziehung ebenso auf das „königliche Spiel“ auszudehnen,  war schnell geboren. In diesem zweiten Freundschaftsspiel wurden die gemeinschaftlichen Kontakte weiter ausgebaut.

Jeweils sechs Mann beider Teams spielten eine Partie mit verkürzter Gesamtbedenkzeit. Die Gastgeber aus dem Taubertal siegten ohne Einzelniederlage mit 4,5 : 1,5 Punkten, wobei natürlich der kameradschaftliche Aspekt die Frage des Sieges oder des Verlustes eher in den Hintergrund rücken ließ. Für die Bischemer erzielten Markus Leimbach, Thomas Leimbach und Heribert Lindner einen vollen Punkt, Alfred Gehrlein, Willi Peichl und Horst Schweizer trennten sich mit ihren Gegnern Unentschieden. Nach gemütlichem Beisammensein traten die hessischen Gäste die Rückreise aus der badischen Main-Tauber-Kreisstadt an.

Das Vereinsturnier geht in die siebte Runde. Für Freitag, den 28. November 03 sind um 19.30 Uhr folgende Paarungen angesetzt: Müller – Leimbach, Peichl – Paul, Kienzler – Größlein, Heinrich – Müllner, Hollburg – Kaiser und Schatzeck – Lindner. Die Jugend trainiert bereits ab 18.00 Uhr im Vereinsheim in der Gartenstraße 2.




[1] José Raul Capablanca war früherer Schachweltmeister