Kantersieg gegen den Spitzenreiter                                                  27.11.2009

 

Mit einem überraschend deutlichem 7:1 Sieg gegen die dritte Mannschaft des Schachklubs Heidelberg/Handschuhsheim konnte die erste Mannschaft der Schachfreunde Tauberbischofsheim sich in der Spitzengruppe der Landesliga festsetzen. Der bisherige Tabellenführer aus Heidelberg trat allerdings ersatzgeschwächt und nur mit 7 Spielern an, so dass Matthias Kienzler kampflos einen vollen Punkt einfahren konnte. Auch der Vereinsvorsitzende Gerhard Müllner konnte seine Partie früh siegreich beenden, da sein junger Gegner Gromyko nach einigen Fehlern seiner Unerfahrenheit Tribut zollen musste. Mannschaftsführer Helmut Kaiser brachte dann mit seinem Sieg gegen Glodeck die Kreisstädter vorentscheidend mit 3:0 in Führung. Er konnte mit den weißen Steinen gegen die sizilianische Verteidigung seines Gegners einen Turm gegen einen Läufer gewinnen. Als Glodeck mit sowohl eine Mattdrohung aufstellte als auch eine Figur bedrohte und dadurch seinen Materialnachteil auszugleichen glaubte, konnte Kaiser dies mit einem geschickten Zwischenzug parieren, so dass sich Glodeck zur Aufgabe der Partie gezwungen sah. In den anderen Partien wurde dagegen noch hart gekämpft. Neuzugang Peter Meier hatte überflüssigerweise eine Figur stehen lassen, aber dadurch die gegnerische Dame ins Abseits gelockt, so dass er immerhin noch etwas Gegenspiel hatte. An Brett 2 bot Thomas Heinrich seinem Gegner in leicht besserer Stellung Remis an, was dieser jedoch ablehnte. Günther Brix willigte hingegen in hochgradiger Zeitnot in das Remisangebot seines Gegners Hautmann ein – und musste sich dann von seinen Mannschaftskollegen zeigen lassen, wie er einige Züge zuvor hätte entscheidend Material gewinnen können. In der Zwischenzeit war es Meier nicht nur gelungen, seinen Materialnachteil mit einer Bauerngabel auszugleichen, nach einem weiteren Fehler seines Gegners gewann er sogar die Partie. Als auch noch Thomas Heinrich sich nach einem Figurengewinn zu seinem Sieg gratulieren lassen konnte, war der Mannschaftskampf endgültig entschieden. Mit einem Mehrbauern schien auch Rolf Faulhaber an Brett 3 gegen Dinger auf der Siegerstraße zu sein. Nach einer Ungenauigkeit war allerdings plötzlich sein Turm mitten auf dem Brett eingesperrt, so dass er am Ende froh sein konnte, als er nach beiderseitiger Zeitnotphase eine Endspielstellung erreichte, die keiner der beiden Kontrahenten gewinnen konnte. Nach diesem Remis blieb es Spitzenspieler Elmar Kaiser vorbehalten, in der längsten Partie des Tages gegen den gegnerischen Mannschaftsführer Schott mit einem Sieg den 7:1 Endstand herzustellen. Die Partie war nach der russischen Eröffnung lange Zeit ausgeglichen, in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern konnte Kaiser jedoch seine überlegene Technik ausspielen und mit einem starken Freibauern die Partie gewinnen. Mit diesem Mannschaftssieg rücken die Kreisstädter auf den dritten Tabellenplatz vor und können sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg machen.