Unglückliche Niederlage                                        04.02.2010

 

Mit einer unglücklichen 3,5:4,5 Niederlage endete das Auswärtsspiel der 1. Mannschaft des Schachklubs Tauberbischofsheim in Walldorf. Obwohl die Kreisstädter leicht favorisiert waren, entwickelte sich von Beginn an ein ausgeglichener Kampf. Mannschaftsführer Helmut Kaiser erreichte gegen Schalke mit der französischen Verteidigung ein sicheres Remis. Matthias Kienzler dagegen war gegen Brucker mit einer gedrückten Stellung aus der Eröffnung gekommen und musste einen Bauern geben. Diesen Nachteil konnte er auch in der Folgezeit nicht mehr kompensieren, so dass Walldorf in Führung ging. Am Spitzenbrett konnte Elmar Kaiser gegen den jungen Kappe erneut seine gute Form unter Beweis stellen. In einer skandinavischen Eröffnung opferte Kaiser 2 Bauern und erhielt dafür gutes Angriffsspiel. Nachdem er einen gegnerischen Läufer erobern konnte, gab sich sein Gegner geschlagen. Der Vereinsvorsitzende Gerhard Müllner erreichte mit den weißen Steinen eine aussichtsreiche Stellung und konnte sich einen gefährlichen Freibauern verschaffen. Sein Gegner Barker konnte diesen jedoch blockieren, so dass sich die Kontrahenten auf ein Unentschieden einigten. Neuzugang Peter Meier hatte es mit dem gegnerischen Mannschaftsführer Dr. Rudolf Meier zu tun. Nach der Eröffnung war eine ausgeglichene Stellung entstanden, beim Übergang ins Endspiel büßte Peter Meier jedoch nach einer Ungenauigkeit einen Bauern ein, der letztlich seine Niederlage besiegelte. Bei dem Zwischenstand von 2:3 liefen noch 3 Partien, die allesamt nahezu 6 Stunden dauerten. An Brett 2 lieferten sich Thomas Heinrich und der Walldorfer Routinier Müller ein hart umkämpftes Match, bei dem in der Schlussstellung nur noch 2 Türme sowie ein Bauer übrig blieben, was in der konkreten Situation keinem der Kontrahenten zu einem Sieg reichte. An Brett 3 hatte Rolf Faulhaber gegen Höhler nach der Zeitkontrolle, also nach 40 Zügen, einen Turm gegen einen Springer gewonnen, sah sich allerdings einem unangenehmen Druck auf seine Königsstellung ausgesetzt. Bei der Abwehr der Drohungen verbrauchte er zu viel Zeit, so dass er in Zeitnot einen folgenschweren Fehler beging und nicht nur seinen Vorteil aus der Hand gab, sondern sich seinem Gegner sogar geschlagen geben musste. Damit war die Tauberbischofsheimer Niederlage besiegelt, so dass der Sieg von Günter Brix gegen Best nur noch eine Ergebniskosmetik darstellte. Nach dieser Niederlage müssen die Schachfreunde ihre Aufstiegsambitionen begraben und finden sich nun im Mittelfeld der Tabelle wieder.

 

Am heutigen Donnerstag findet wie gewohnt um 18.30 Uhr das Jugendschach statt. Um 19.30 Uhr beginnt dann der sicherlich wieder interessante Analyseabend.