Tabellenführung verteidigt 10.11.2011
In der zweiten Runde der laufenden Schachsaison waren die Tauberbischofsheimer Landesligaspieler zu Gast in Neckargemünd. Die Taubertäler rechneten sich dort gute Chancen aus, da sie sich nach dem hohen Auftaktsieg gegen Mosbach in guter Spiellaune befanden und die Neckargemünder in dieser Saison ohne ihren Spitzenspieler Volker Jacob auskommen müssen.
Schnell erzielte der Tauberbischofsheimer Vorsitzende Gerhard Müllner den ersten vollen Punkt für die Gäste, nachdem sein Gegenüber einen groben Schnitzer begangen hatte. Keine Chance ließ an Brett 1 Elmar Kaiser dem Neckargemünder Schmitt. Mit den weißen Steinen erspielte er sich früh einen Vorteil, indem er seinem Gegner das Rochaderecht wegnahm, wonach jener bis zum bitteren Ende an den Folgen seiner ungünstigen Königsposition zu leiden hatte. An Brett 3 erspielte Rolf Faulhaber einen sicheren Punkt, indem er den gegnerischen Möglichkeiten gekonnt schon vorab die Kraft nahm. Nach dem von ihm bestimmten Öffnen der Stellung und dem Tausch der Schwerfiguren erreichte er ein leicht gewonnenes Bauernendspiel. Einen weiteren Weißsieg erzielte Peter Meier, der eine ausgezeichnete Partie hinlegte. Er übertraf damit noch seine Leistung aus der ersten Runde. Zwar hätte er sein Match noch ein paar Züge schneller beenden können, aber an seinem Sieg gab es keinen Zweifel. Ebenfalls einen großen Vorteil erspielte für die Taubertäler Matthias Kienzler an Brett 7. Zwar hatte er noch lästige Matt- und Dauerschachdrohungen seines Kontrahenten zu umschiffen, konnte sich aber am Ende durchsetzen und damit auch die 4. Weißpartie zu Gunsten der Gäste entscheiden. Tobias Kaiser agierte in einer Ungarischen Verteidigung etwas zu passiv und kassierte leider am Ende eine Niederlage. Eine feine Positionspartie hingegegen legte Günter Brix mit den schwarzen Steinen gegen den Neckargemünder Thomas an. Nach etwas planlosem Spiel seines Gegners errang er Angriff gegen den feindlichen König, den er auch in einen ordentlichen Materialvorteil verwandelte. Leider machte er dann den Sack nicht zu und mußte sich im Endspiel gar mit einem Remis abfinden. Auch gut sah es zwischenzeitlich für Mannschaftskapitän Helmut Kaiser aus. Er hatte seine Rösser durch die Löcher in der Bauernstellung seines Gegners Reimold, die sehr an einen Schweizer Käse erinnerte, manövriert, ergriff jedoch in der entscheidenden Phase den falschen Rappen und musste sich dann mit einer schlechteren Stellung abfinden. Auch nach langem Kampf war an dem Ergebnis nichts mehr zu ändern. Daher endete der Kampf mit einem guten 5,5 : 2,5 Sieg für die Tauberbischofsheimer, die damit die Tabelle in der Landesliga Heidelberg/Odenwald weiterhin vor Eppingen 3 und der zweiten Mannschaft der Schachfreunde Buchen anführen.