Bereits die zweite Niederlage in Folge 17.02.2012
Mit einem 3:5 musste der Schach Klub Tauberbischofsheim am Sonntag eine bittere Niederlage gegen den Landesligisten aus Sandhausen hinnehmen.
In der 6. Spielrunde verschlug es die Schachspieler der 1. Mannschaft ins Ferne Sandhausen. Nachdem sich die Tauberbischofsheimer in der letzten Runde knapp gegen die dritte Mannschaft des Bundesligisten Eppingen geschlagen geben mussten, waren alle Spieler motiviert, die vergangene Niederlage vergessen zu machen.
Diese Hoffnung wurde anfangs durch einen kampflosen Sieg an Brett 8 verstärkt, durch den die Gäste sofort mit 1:0 in Führung gingen. Mathias Kienzler war der Pechvogel, der durch das Nichtantreten des gegnerischen Brettes sein Können nicht zu zeigen brauchte. Immerhin durfte er sich mit dem Zuschauen der restlichen hochklassigen Partien darüber hinweg trösten. An Brett 7 sah er den stark aufspielenden Gerhard Müllner, der sich in den ersten Stunden eine komfortable Ausgangslage erspielen konnte. Kurz vor der Zeitkontrolle nach vier Stunden übersah er jedoch einen raffinierten Gegenangriff seines Gegners Dr. Do, wodurch er recht schnell die Segel streichen musste: Der Ausgleich für die Gastgeber.
An Brett 5 konnte Günter Brix nicht an seine gewohnte Stärke anknüpfen und kam durch eine Folge nicht optimaler Züge in eine schwierige Stellung. Auf der Suche nach einer starken Fortsetzung sah er seine Bedenkzeit schwinden und musste zudem dem jungen Gegenüber Felix Jaeschke einen Bauern überlassen. Doch auch das intensive Nachdenken konnte seine Stellungsprobleme auf Dauer nicht überwinden, so dass er schließlich verlor.
Ebenfalls starken Druck auszuhalten hatte Peter Meier mit den schwarzen Steinen an Brett 7. Doch dadurch, dass sein Gegner nicht immer die besten Züge fand, konnte er die größten Gefahren umschiffen und für Tauberbischofsheim kurz nach der Zeitkontrolle einen repektablen halben Punkt in den Ergebnis-Hafen einfahren. Somit stand es nun 1,5:2,5 aus Sicht TBBs; die Entscheidung musste an den vorderen vier Brettern fallen.
Dort hatte es an Brett 1 Elmar Kaiser mit Benno Jaeschke zu tun. In einer Nebenvariante der schottischen Eröffnung fand Kaiser mit Weiß einige ungewöhnliche Ideen, deren Gift seinem Gegner jedoch nichts anhaben konnte. Die noch stärkeren Konter führten dazu, dass Kaiser mit einer Qualität weniger ins Endspiel gehen musste. Dort baute er sich jedoch eine Festung auf, die auch mit dem Mehr an Material nicht aufzubrechen war. Die logische Konsequenz: Remis.
Thomas Heinrich traf an Brett 2 auf Riegler, den neunmaligen deutschen Blindenmeister. Mit zwei Bauern gegen einen Läufer im Endspiel versuchte Heinrich alles, um seinen Gegner vor Probleme zu stellen; doch auch hier konnte für Tauberbischofsheim am Ende nur ein Remis verbucht werden.
Ebenfalls am Drücker war Helmut Kaiser mit Weiß gegen Schulz. Die Partie an Brett 3 bot den Zuschauern einige raffinierte Manöver, die jedoch nicht in einem ganzen Punkt für den Führer der weißen Steine mündeten. Auch hier hieß es am Ende nur Remis. Beim Stand von 3:4 war somit klar, dass nur noch mit einem Sieg der letzten Partie ein Unentschieden erreicht werden konnte.
Dr. Rolf Faulhaber an Brett 4 konnte die in ihn gesetzten Hoffnungen allerdings nicht erfüllen und verlor nach langem und hartem Kampf gegen seinen pfiffig aufspielenden Widersacher. Am Ende musste sich Tauberbischofsheim dadurch erneut knapp mit 3:5 seinem Gegner geschlagen geben.
Tauberbischofsheim konnte trotz Verlust der Begegnung den Tabellenplatz 4 erhalten. Allerdings ist der Abstand geschrumpft, so dass der Klassenerhalt noch nicht in trockenen Tüchern ist.
Beim Spielabend am Donnerstag, 16.02. werden die Partien im Restaurant des Johannes-Sichart-Hauses ab 19:30 Uhr analysiert. Hier können auch am Schachspiel interessierte Gäste teilnehmen.
PM
Aufstieg in die Schach-Verbandsliga für Tauberbischofsheim in weite Ferne gerückt 09.02.2012
Spiel gegen Eppingen III ging mit 3:5 verloren
Die Ausgangslage deutete schon auf einen spannenden Kampf hin: Um seine Aufstiegschancen von der Schach-Landesliga in die Verbandsliga zu wahren, musste der Tabellendritte Tauberbischofsheim gegen die Kraichgauer Mannschaft aus Eppingen (III), die den zweiten Tabellenplatz belegten, gewinnen.
Die Eppinger Schachstrategen boten eine sehr starke Mannschaft mit erfahrenen Routiniers auf. Auch die Tauberbischofsheimer wollten in Bestbesetzung antreten, konnten aber durch den kurzfristigen Ausfall eines Spielers ein Brett nicht besetzen, so dass es gleich zu Beginn 0:1 aus Tauberbischofsheimer Sicht stand.
Nach bereits 15 Zügen schien es, als ob Gerhard Müllner an Brett 6 gegen den wertungsmäßig starken Eppinger Hans Dekan mit einem zwingenden Herauszerrungsopfer ausgleichen könnte. Leider fand Müllner nicht die richtige Fortsetzung, so dass sich der Vorsprung der Eppinger auf 0:2 erhöhte. Ähnlich erging es Mathias Kienzler an Brett 7, der nach einem Fehlzug keine geeigneten Rückzugsfelder mehr für seine exponiert stehende Dame fand.
Am Spitzenbrett musste sich schließlich der Tauberbischofsheimer Elmar Kaiser, der sich zunächst Vorteile erkämpfte, nach knapp 4-stündiger Spielzeit Thomas Welz geschlagen geben. Nun hatten die Eppinger aus ihrer Sicht bereits eine 4:0 Führung und sicherten sich den Sieg mit einem Remis an Brett 3 in der Begegnung Markus Beer gegen Helmut Kaiser (TBB) durch Zugwiederholung.
Eine starke Leistung bot wieder Rolf Faulhaber, der den Routinier Rudolf Striebich in 49 Zügen nach 5 Stunden Spielzeit niederrang. Mit 4 aus 5 ist Rolf Faulhaber der Top-Scorer für TBB: An Brett 2 konnte Thomas Heinrich in schwieriger Stellung Gerhard Staub niederringen und damit nochmals verkürzen. In der längsten Partie unternahm Günter Brix gegen Josef Seiler mit leichtem Qualitätsvorteil noch Gewinnversuche, die aber letztlich im Remis-Hafen endeten.
Mit der 3:5 Niederlage und Platz 4 in der Rangliste muss Tauberbischofsheim seine Titelambitionen wohl begraben. Nun gilt es beim nächsten Spiel gegen Sandhausen (Platz 6 in der Rangliste) den Tabellenplatz zu festigen. Wegen einer Neuordnung Verbandsligen steigen voraussichtlich 5 (von 10) Mannschaften von der Landesliga in die Bereichsliga ab.
Odenwald-Schachkongress und Willi-Peichl-Gedächtnisturnier in Tauberbischofsheim ausgetragen. 10.02.2012
Der Odenwald-Schachkongress wurde im Restaurant des Johannes-Sichart-Hauses in Tauberbischofsheim ausgetragen. Das Schnellschachturnier mit 15 Minuten Bedenkzeit je Partie und Spieler wurde gleichzeitig zum Gedenken an den langjährigen Vorsitzenden des Schachbezirks Odenwald Willi Peichl, der auch Ehrenvorsitzender des Schachclubs Tauberbischofsheim war, ausgetragen.
Das offene Turnier zog 38 Spieler aus dem Bezirk Odenwald und den benachbarten Bezirken an. Die Bandbreite bei den Spielern war groß: Die jüngste Teilnehmerin war 10 Jahre alt, der älteste 85! Neben zwei Internationalen Schachmeistern und einem früheren Badischen Meister zeigten auch einige Nichtvereinsspieler ihr Können.
Es entwickelte sich ein spannender Verlauf in dem 7 Runden dauernden Turnier, das im Schweizer System ausgetragen wurde. Am Ende stiegen die drei Favoriten auf das Siegertreppchen. Erster wurde mit 6,0 Punkten der Internationale Meister Viktor Gasthofer, der für die Schachfreunde Bad Mergentheim in der Oberliga spielt. Er verlor nur eine Partie in Runde 4 gegen den Vorjahressieger Bernd Reinhart, der für BG Buchen in der Zweiten Bundesliga spielt. In Runde 5 war Viktor Gasthofer allerdings gegen Peter Martin von vom Schachclub Paimar am Rande einer Niederlage, konnte dann aber die restlichen Partien gewinnen.
Zweiter wurde Bernd Reinhardt, der 3 Partien remis spielte und damit 5,5 Punkte erreichte. Er blieb der einzige ungeschlagene Teilnehmer im Turnier. Reinhardt kämpfte in der letzten Runde gegen Thomas Heinrich (Tauberbischofsheim) noch um den Turniersieg, kam aber nicht über das Unentschieden hinaus.
Den dritten Platz errang mit 5 Punkten der wertungsmäßig beste Spieler, Internationaler Meister Alexander Gasthofer (Hockenheim). Punktgleich mit ihm folgten auf den Plätzen 4 bis 6 Berthold Riegel (Bad Mergentheim), Thomas Heinrich (Tauberbischofsheim) und Josef Steinmacher (Bad Mergentheim).
Bester Jugendlicher wurde auf Platz 9 mit 4,5 Punkten Jakob Schumacher, der für Buchen spielt. Rating-Preise erreichten Josef Steinmacher (Platz 6 Wertungszahl bis 1900), Mathias Kienzler (Platz 11, Wertungszahl bis 1800) und Sebastian Hannebauer (Platz 19, Wertungszahl bis 1700).