Verschiedene Variationen eines einzigen Themas. 15.03.2012
Nachbarschaftsduell gegen BG Buchen Remis.
In der letzten Verbandsrunde hatten die Schachfreunde aus Tauberbischofsheim das BG Buchen zu Gast. Die Odenwald-Nachbarn behaupteten sich bislang ungeschlagen als Tabellenführer der Landesliga Heidelberg-Odenwald.
Zum Auftakt gingen die Gastgeber erst einmal mit zwei Punkten schnell in eine beruhigende Führung. Peter Meier gelang eine Kurzpartie, Routinier Helmut Kaiser gewann souverän durch den weitaus größeren Erfahrungsschatz. Schon bald durchzog ein Thema mehrere, der vor Zeiten eröffneten Partien. Doch die unterschiedlichen Interpretationen missglückten jeweils.
Elmar Kaiser bereitete seinen Flügelvorstoß "b5" recht lange vor, viel zu lange, wie sich herausstellte. Er schickte seine Dame auf die Reise fernab vom wirklichen Spielgeschehen und machte diese ungewollt zur Strohwitwe. Nach nur sechs weiteren Zügen zerbrach sein internationaler Gegner die Königsstellung des Bischemer Spitzenspielers. Zur Kunst gelungener Partieführung ist es eben von wesentlicher Bedeutung, den korrekten Zeitpunkt einer Aktion (Reaktion) zu finden; zur Bandbreite gehört hier alles zwischen "abwarten" und "jetzt oder nie". Ganz anders variierte daher Günter Brix mit diesem Thema. Er wiederum begnügte sich mit mit nur einem Vorbereitungszug um den gleichen Hebel "b5" durchzusetzen. Zu früh, denn das Bauernopfer scheiterte im Spielverlauf an zu wenig Unterstützung und Kompensation. Der Bauernzug "b5" kam auch in der Partie von Thomas Heinrich vor. Gänzlich unvorbereitet schwächte damit sein Gegner nur eine lange Diagonale und dies führte zu unmittelbarem Bauernverlust. Heinrich vermochte es nicht, den Mehrbauern zu verwerten, hier leider nur ein Remis für die Kreisstädter. Drei weitere Partien endeten ebenfalls Remis.
Das 4:4 Mannschafts-Unentschieden bedeutet: Das BG Buchen bleibt weiterhin Tabellenführer, die Tauberaner festigten sich in der vorderen Tabellenhälfte.
gb
Sieg gegen Dielheim
In der 8. Runde trafen die Schachspieler aus Taubebischofsheim auf Dielheim.Da am Ende der Runde 4 Mannschaften aus der Landesliga absteigen, war es wichtig für die Tauberaner sich mit einem Sieg im Mittelfeld zu halten, während die Dielheimer gegen den Abstieg kämpften.
Der Auftakt begann viel versprechend. Schon nach 1 Stunde Spielzeit übersah der Gegner von Peter Maier einen Figurenverlust, was zum sofortigen Gewinn der Partie reichte.Wenig später gelang es Gerhard Müllner mehrere Bauern zu erobern.Helmut Kaiser wunderte sich, dass sein Gegner sehr oft aufstand und den Raum verließ. Er bat Peter Meier, der bereits fertig war, nachzuschauen was sein Gegner während dieser Zeit machte. Es stellte sich heraus, dass dieser im Auto sein Laptop benutzte. Er wurde nach diesem Vorfall sofort disqualifiziert. Tauberbischofsheim führte damit mit 3:0 Brettpunkten.
Nach dieser beruhigenden Führung bot Thomas Heinrich seinem
Gegner Remis, das dieser auch annahm. Elmar Kaiser an Brett 1 fand an diesem Tag
nicht die besten Züge was sein
Gegner ausnützte und verlor damit seine Partie. Mit einem fragwürdigen Opfer von
einem Springer gegen 3 Bauern gelang es Mathias Kienzler den gegnerischen König
freizustellen. Zu einem Matt reichte es jedoch nicht. Im Verlauf der weiteren
Partie wurden die 3 Mehrbauern immer stärker, was zum Gewinn ausreichte. Günter
Brix spielte eine solide Partie, sein Königsangriff wurde immer stärker. Dem
hatte sein Gegner nichts entgegenzusetzen und somit ein sicherer Punkt für
Günter Brix. Die längste Partie des Tages spielte Rolf Faulhaber. Im Mittelspiel
musste er einen Läufer für 2 Freibauern opfern. Diesen Nachteil konnte er nicht
mehr ausgleichen.
So endete der Spieltag mit 5,5:2,5 Punkten für Tauberbischofsheim. Mit diesem Sieg festigten die Tauberaner ihren Tabellenplatz, während Dielheim wohl absteigen wird.
MK