Favoriten teilen sich den Titel     FN 16.03.2018

Der Schachclub Tauberbischofsheim richtet im Winterhalbjahr traditionsgemäß seine vereinsinterne Meisterschaft aus. In einem neunrundigen Turnier spielt dabei jeder Teilnehmer gegen jeden. Um die Spannung zu erhöhen, sah es die Auslosung vor, dass die Favoriten auf den Titel erst am Ende aufeinandertrafen.  Die drei Spieler der ersten Mannschaft Thomas Heinrich, Gerhard Müllner und Mathias Kienzler ließen keine Überraschungen durch die Spieler der 2.Mannschaft zu. Alle drei hatten bis zum gegenseitigen Aufeinandertreffen eine weiße Weste. Dabei hatte Thomas Heinrich ein besonderes Handicap. Er spielte seine Partien blind, das heißt er saß mit dem Rücken zum Schachbrett und spielte ohne Ansicht von Brett und Figuren.  Mathias Kienzler begab sich freiwillig gegen Thomas Heinrich in einer dessen Lieblingsvarianten und ließ nach einem Bauerngewinn seinem Gegner keine Chance mehr.  Spannender dagegen war das Duelle Kienzler gegen Müllner, in der beide Seiten wechselseitige Gewinnchancen hatten und gemäß dem Motto wer den vorletzten Fehler macht gewinnt, konnte Gerhard Müllner den Gleichstand mit Thomas Heinrich wiederherstellen. So kam es in der letzten Runde zum Aufeinandertreffen der beiden Ungeschlagenen. Dabei sollte es auch bleiben, denn Thomas Heinrich - hatte sehr viel Zeit in eine leicht bessere Position investiert – bot Remis an, welches Gerhard Müllner nach kurzer Überlegung annahm. Damit gibt es im Jahr 2018 zwei Vereinsmeister. Mathias Kienzler schloss die Vereinsmeisterschaft mit dem 3.Platz ab. Als Sieger der Spieler der „zweiten Mannschaft“ darf sich Heribert Linder betrachten, der außer gegen die drei Erstplazierten keine Partie verlor, gefolgt von Ulrich Hebenstreit, der im direkten Duell gegen Johannes Größlein diesen noch den 5.Platz wegschnappte. Letzerer landete auf Platz 7 punktgleich mit Lothar Gottsmann vor Rene Müller und Hans-Jörg Eisele.  Am 22. März startet die Stadtmeisterschaft im Schach. Teilnehmen können daran auch Spieler anderer Vereine und Hobbyspieler.

Schach Blindpartie
Thomas Heinrich (links) spielte blind gegen Matthias Kienzler (rechts) und stand am Ende punktgleich mit Gerhard Müllner an der Spitze